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Seelischer Stress wirkt auf Krebszellen

09.3.2008

Stress wirkt auf Krebszellen Stresshormon Epinephrin macht Krebszellen offenbar widerstandsfähiger

Das Stresshormon Epinephrin, auch Adrenalin genannt, erhöht die Widerstandsfähigkeit von Krebszellen. Das berichteten Wissenschaftler der Wake Forest University Health Sciences in Winston-Salem, USA, im Journal of Biological Chemistry (Onlinevorabveröffentlichung 12. März 2007, 10.1074/jbc.M611370200). Demnach hemmt Epinephrin den durch Krebstherapien im Normalfall ausgelösten gesteuerten Zelltod (Apoptose).

Epinephrin wird in der Nebenniere gebildet und in Stresssituationen ins Blut ausgeschüttet. Das Hormon löst eine Reihe körperlicher Reaktionen wie Blutdruck- und Herzfrequenzsteigerung sowie den Abbau von Körperfett aus. Seine Effekte an den Zellen kommen durch die Bindung an speziell dafür vorgesehene Bindungsstellen, die so genannten adrenergen Rezeptoren, zustande.

Die Forscher stellten fest, dass Epinephrin nach der Bindung an seinen Rezeptor zu einer Inaktivierung eines bestimmten Eiweisses führt, nämlich die Aktivierung des Selbstmordprogramms von Krebszellen z.B. als Reaktion auf die Einwirkung von Zellgiften wie Chemotherapeutika. Durch das Epinephrin wird dieser Prozess nicht ausgelöst, das Selbstmordprogramm in den Krebszellen bleibt aus.

Das könnte ein Erklärung dafür sein, weshalb seelischer Stress die Wirksamkeit von Krebstherapien beeinträchtigen kann.

April 2007 - Quelle: Journal of Biological Chemistry


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