Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Knochenmetastasen

09.9.2009

Bei den bösartigen Knochentumoren unterscheidet man primäre und sekundäre Tumoren. Primäre Knochentumoren entwickeln sich aus den in den Knochen vorkommenden Zellarten und sind recht selten.

Bei den sekundären Knochentumoren handelt es sich nicht um Knochenkrebs im eigentlichen Sinne. Denn diese Wucherungen gehen nicht vom Knochengewebe aus, sondern sind Tochtergeschwülste (Metastasen) anderer Krebsarten. Solche Knochenmetastasen sind vor allem bei Lungenkrebs, Prostatakrebs, Brustkrebs, Nierenkrebs und Schilddrüsenkrebs zu beobachten. Sie können bereits vorhanden sein, wenn der ursprüngliche Krebsherd noch keine oder kaum Beschwerden verursacht.

Im Röntgenbild zeigen sich typische Befunde, die auf einen Knochentumor schließen lassen. Hilfreich sind auch die anderen bildgebenden Verfahren: von der Sonographie (Ultraschall) über die Computertomographie (CT), Skelettszintigraphie (bei Verdacht auf Knochenmetastasen) bis zur Magnetresonanztomographie (MRT). Wichtige Hinweise geben auch Blutuntersuchungen, z.B. alkalischen Phosphatase oder die neuronenspezifische Enolase (NSE).

Die Behandlung richtet sich nach der Art und Ausbreitung des Tumors. Sie besteht aus einer Kombinationsbehandlung, wobei Chemotherapie, Operation und Strahlentherapie zur Verfügung stehen.

Mit Bisphosphonaten und /oder einer Chemotherapie sollen die Knochenmetastasen verkleinert und eventuell vorhandene, nicht sichtbare Mikrometastasen beseitigt werden, die Knochen (mit Zometa, ein Bisphosphonat) gegen das Ansiedeln weiterer Knochenmetastasen geschützt werden.

Das weitere Vorgehen hängt vom Ergebnis der Chemotherapie ab bzw. von der Wirkung der Bisphosphonate. Wenig bekannt ist die Möglichkeit zu einer Radionukleidtherapie.

Ergänzung:

Prospektive Untersuchung von Serum-Knochenmarkern zur frühzeitigen Erkennung von Knochenmetastasen, Hölzer W., Feyerabend S., Effert P., Luboldt H.-J., Witt J5, Bohnenkamp A6, Feil G., Albrecht M., Schmidt K., Stenzl A., Universitätsklinikum Tübingen, Urologie, Tübingen, Germany - Urologenkongress 09/2008 in Stuttgart

Für eine kosteneffiziente und strahlenarme Diagnostik und Verlaufskontrolle ossärer Metastasen wurde die Sensitivität und Spezifität der Marker PINP und ICTP und ihre Aussagekraft überprüft. Bei guter Spezifität und Sensitivität kann die Skelettszintigraphie durch ICTP und PINP ergänzt bzw. ersetzt und eine Knochenbeteiligung kosteneffizient sowie strahlenneutral diagnostiziert werden.

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letzte Aktualisierung im September 2009



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