Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Zometa senkt Frakturrisiko

05.5.2008

An sich ist das nichts Neues, dennoch im Rahmen einer Studie wurden Patientinnen mit Hüftfrakturen 3 Jahre systematisch therapiert: 1x jährlich erhielten sie eine Infusion mit 5mg Zoledronsäure und zusätzlich Kalzium und Vitamin D. In der Veröffentlichung des Internist 2008 DOI 10.1007/s00108-2067-2 (HORIZON-Studie) spricht man nach Auswertung der Studie von den höchsten bisher dokumentierten Frakturrisiko-Reduktionsraten und von einer signifikanten Senkung der Mortalität gegenüber der Placebogruppe. Der Befund einer signifikanten Senkung der Mortalität durch eine stark wirksame Osteporosetherapie sei ein absolutes Novum, schrieben die Redakteure des Internist. Daraus wird abgeleitet: Auch nach einer Hüftfraktur ist es nicht zu spät, mit einer Osteoporosetherapie zu beginnen. Es sei auch, abgesehen von den bekannten grippeartigen Postinfusionssyndrom, keine renalen (Niere), kardialen (Herz) oder ossären (Knochen) Probleme zu erwarten. Dies würde auch für die mit dieser Therapie assoziierten (in Zusammenhang gebrachten) Kiefernekrosen gelten.

Die Frauen haben es als Vorreiter geschafft: Zometa 5mg (genauer Zoledronsäure) als 1-mal jährliche Kurzinfusion ist zur Frakturrisikosenkung bei postmenopausaler Osteoporose zugelassen. Der Hinweis, die Zulassung für die Osteporose bei Männern werde wahrscheinlich in naher Zukunft folgen, ist weniger tröstlich. Die Frage nach dem "Warum erst später?" muß gestellt werden.

Mai 2008



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