Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Chemoresistenz

13.5.2008

...wenn die primäre Chemotherapie trotz Dosiseskalation nicht mehr wirksam ist. Gibt es Substanzen gegen eine Chemoresistenz? Man möchte meinen, dass aufgrund der ständigen Entwicklungen es durchaus möglich sein kann, dass ein als primär resistent eingestufter Tumor auf neue Chemo-Therapien wieder sensitiv reagiert. Meines Wissens gibt es bisher keine klinisch erfolgreich einsetzbare Substanz, die man einem Medikament, das ursprünglich wirksam war, zusetzen könnte, um eine Resistenz zu überwinden.

Anlasslich der Pressekonferenz zur Eroffnung des 59. Kongresses der Deutschen Gesellschaft fur Urologie e. V. (DGU) erlauterte Professor Dr. Peter Albers, Direktor der Klinik fur Urologie am Klinikum Kassel und Mitglied des DGU-Arbeitskreises Onkologie, die aktuellen Möglichkeiten der Chemotherapie beim Prostatakarzinom unter Berucksichtigung laufender klinischer Studien, u.a. der Calcitriolstudie. Seiner Meinung nach ist es eine Herausforderung fur die nachsten Jahre, die Patienten zu erkennen, die mit ihrem Tumor gut auf Chemotherapie ansprechen (Chemosensibilisierungstests). Weiter sei erforderlich die Verfeinerung der Applikationsform der Therapie (z.B. intermittierende Applikation, Dosis-Wirkungskalkulation).

Mai 2008

Ergänzung 2015 Wirksamkeit einer Chemotherapie überprüfen

Von TherapySelect aus Heidelberg erhielt ich heute per EMail die Mitteilung, dass man dort ab sofort eine Wirksamkeitsprüfung für zielgerichtete Medikamente und ausgewählte Chemotherapeutika mit Hilfe von Biomarkern in Deutschland anbieten können.

Keine einzelne Technologie könne die benötigten Antworten liefern sondern es sei am sinnvollsten verschiedene diagnostische Methoden (Multiplattform-Ansatz) zu verwenden, die sich auf relevante, klinisch erprobte Biomarker konzentrieren, die entsprechend gut mit der Behandlung assoziieren, schreibt das Unternehmen.

TherapySelect, so teilt man mir mit, arbeite dabei mit Caris Life Sciences zusammen, die so eine Art der Datenanalyse und -interpretation anbieten würden.

Es würden verschiedene Technologien zur Tumoruntersuchung (Profilierung) verwendet, um Biomarker zu detektieren und zu analysieren. Zu den Technologien gehören Immunhistochemie (IHC), Chromogene in situ Hybridisierung (CISH), Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH), Next-Generation Sequencing (NGS), Sanger Sequenzierung, Pyro Sequenzierung and Fragment Analysen.
Caris Molecular Intelligence® Service würde dann die Informationen zur Verfügung stellen, die für die personalisierte Krebsbehandlung benötigt würden.
Es wurde darauf hingewiesen, dass Caris Life Sciences die höchsten Qualitäts-Zertifizierung erlangt habe, die für medizin-pathologische Labore erhältlich seien. Diese seien CAP, CLIA, NYS und ISO15189 Zertifikate.
Für 70.000 Patienten weltweit sei bisher ein entsprechendes Tumorprofil erstellt worden.

Für weitere Details zur Diagnostik und Technologie wird es empfehlenswert sein, zunächst erstmal die Webseite des Unternehmens aufzusuchen:
http://www.therapyselect.de/de/wie-wir-helfen

Meine Meinung:
Mir ist das Unternehmen unbekannt. Es mag tatsächlich sein, dass es sich um ein seriöses Angebot handelt. Ob es für uns, die von PK Betroffenen, um eine lohnenswerte Adresse handelt, sollte, muß, jeder nach sorgfältiger Prüfung der zugänglichen Informationen und vielleicht nach einem Gespräch mit seinem Uroonkologen für sich selbst entscheiden.
06.11.2015 WDF

 



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