Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Statine und Prostatakrebs

29.5.2011

Statine helfen, den Cholesterinwert zu senken, aber sie verschleiern (maskieren) auch den PSA-Wert.

Nicht nur der Cholesterinwert sank ab, auch der PSA-Spiegel ging nach unten. Ein wie ich meine trügerisches Signal. Deshalb ist angeraten, den PSA-Wert immer im Zusammenhang mit dem Cholesterinwert zu sehen, insbesondere wenn Diäten, Hungerkuren und ähnliche Aktionen anstehen. Also Vorsicht bei sinkendem Cholesterinspiegel.

Männer, die ihre überhöhten Cholesterinwerte mit Statinen behandeln, dürfen sich nicht völlig darauf verlassen, dass ein PSA-Test einen möglichen Prostatatumor anzeigt. Denn die Cholesterinsenker drücken auch die Werte des prostataspezifischen Antigens (PSA) nach unten. Das hat eine Studie der Duke University in Durham, North Carolina, nachgewiesen (Die Quellenangabe lautet: Hamilton RJ, Platz EA, Goldberg KC, Freedland SJ: The Association Between Cholesterol And PSA. J. Urol. Suppl, 2008, 179, 721, abstract 2094.).

Ergänzung
Kommentar meiner Apothekerin: Sowohl im Beipackzettel als auch in der Fachinformation steht geschrieben, dass die Einnahme unabhängig von den Mahlzeiten zu jeder Tageszeit erfolgen kann. Bei allen anderen Statinen findet man die Angabe: Abends, was auch sinnvoll erscheint, da die körpereigenen Cholesterolsynthese insbesondere in der Nacht stattfindet. Eine abendliche Einnahme versypricht somit ein Maximum an Wirkung. Die Einnahme von Sortis plus Q 10 ist sehr sinnvoll und eine gute Kombination.

letzte Aktualisierung im Mai 2008/M ai 2011

Ergänzung 2014

Mehrere Studien haben sich in den letzten Jahren dem Zusammenhang von PCa und dem Effekt von Cholestreol-Snkern (Statine) gewidmed. Untersucht wurde der Einflöuß auf den Progress beim PCa.

Die Ergebnisse waren unterschiedlich.

Die PCPTR-Studie mit rd. 9500 Männern zeigte nach 7 Jahren keinen Zusammenhang in Richtung Risikoreduktion nach Einnahme von Statinen. Eine Studie aus Dänemark stellte dageben eine 6 prozentige Risikoreduktion fest.

Quellen: Vallianou und andere: Statins and cancer; Anticancer Agents Med. Chem 2013 ; Jespersen und andere: SAtatine use and risk of prostate cancer; Cabcer Epidemiol 2013:S1877-7821;

März 2015 WDF

Ergänzung 2016

Aus einer Studie des UKM (Uniklinik Münster):

Die gleichzeitige Anwendung von Statinen neben einer Behandlung mit Abiraterone führt zu keiner Verbesserung des Überlebens oder anderen klinischen Nutzen bei Männern mit mCRPC. Eine Überdosierung von Statinen und die Interaktion mit anderen Medikamenten kann zu schweren Nebenwirkungen führen. Daher sollten Statine nicht bei Patienten mit mCRPC die mit Abiraterone behandelt werden zum Einsatz kommen, wenn dies nicht durch eine HCL (Hypercholesterinämie) geboten erscheint.

 



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