Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
E-Mail: info@prostata-sh.info

PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

ISA

15.7.2008

ISA = intrinsische sympathikotone (basedowoiden) Aktivität

+++++++++++++++++++++++++++++

Intrinsische Aktivität

Die intrinsische Aktivität ist ein Maß für die Wirkstärke, die Zellfunktion zu ändern, die aus der Bindung eines Liganden an einen Rezeptor resultiert. Dieses Maß ist ein wichtiger Parameter in der Pharmakodynamik.

Die intrinsische Aktivität wird mit Werten zwischen 0 und 1 angegeben, wobei der Wert 1 die maximal erzielbare Wirkung bedeutet.

Pharmaka, die sich an einen Rezeptor binden und eine Wirkung auslösen, nennt man Agonisten.

Pharmaka, die sich an einen Rezeptor binden und keine Wirkung auslösen sind Antagonisten.

Ein reiner Agonist hat die relative intrinsische Aktivität 1 und erzeugt den maximalen möglichen Effekt, sobald der Rezeptor besetzt ist.

Ein reiner Antagonist hat die intrinsische Aktivität 0, er besitzt somit keine Wirkstärke am Rezeptor.

Daneben gibt es noch partielle Agonisten, deren intrinsische Aktivität zwischen 0 und 1 liegt.

Pharmaka mit hoher Affinität können solche mit niedriger Affinität vom Rezeptor verdrängen.

Neben der intrinsischen Aktivität existiert der Begriff der intrinsischen sympathomimetischen Aktivität, kurz ISA, die eine Bezeichnung für die stimulierende Wirkung einiger β-Rezeptorblocker auf die von ihnen besetzten Rezeptoren ist.

+++++++++++++++++++++++++++++

International Society of Andrology

Um objektiver entscheiden zu können, wann eine Hormontherapie medizinisch notwendig ist, hat die International Society of Andrology (ISA)
Grenzwerte für Testosteronkonzentrationen
festgelegt (European Urology, Bd. 48, S. 1, 2005).

Auf diese Werte bezieht sich auch die gängige Aussage, 30 Prozent der Männer litten unter Testosteronmangel. Doch sind in diesen 30 Prozent zum Beispiel auch jene Patienten enthalten, die ihren Hormonspiegel wegen eines Prostatakarzinoms mit Medikamenten senken.

Zudem sind die Grenzwerte unter Experten umstritten und innerhalb Europas sehr uneinheitlich.

bei Testosteronwerten im Grenzbereich ist für Professor Christina Wang, Präsidentin der US-Gesellschaft für Andrologie, bei symptomatischen Männern ein Therapieversuch sinnvoll. Nach den aktuellen Leitlinien der internationalen Fachgesellschaften ISSAM, ISA und EAU liegt dieser Grenzbereich bei Gesamttestosteronwerten von 8–12 nmol/l. Diesen Empfehlungen zufolge ist eine Testosterontherapie gerechtfertigt, wenn sowohl Symptome vorliegen als auch ein Testosteronmangel mit Werten für das Gesamttestosteron unter 12 nmol/l und für das freie Testosteron unter 250 pmol/l gesichert ist.

++++++++++++++++++++++++

ISA-Test

= hat mit Testosteronverstärkung (Testosteron-Booster) -sprich Doping- oder einer Situation zu tun, die nahe am Doping liegt.

Juli 2008



Zurück