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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Lymphknotenstatus und okkulte Metastasierung

12.8.2008

Dazu Prof. Bonkhoff, Berlin:

Der histologische Nachweis von Lymphkotenmetastasen ist ein sehr wichtiger Prognosefaktor und ist abhängig von der Anzahl der entfernten Lymphknoten (einfache oder erweiterte Lymphadenektomie) und der Sorgfalt der Präparation und Befundung der Lymphadenektomie. Ein falsch- negativer Lymphknotenstatus verfälscht die Prognose und kann zu einer falschen Therapieentscheidung führen. Die Prognose bei nachgewiesenen Lymphknotenmetastasen ist abhängig von mehreren Faktoren:

Anzahl der befallenen LK (solitär vs. multiple)
Größe der befallenen LK (Tumorvolumen)
Nachweis von Lymphspalteneinbrüchen im extranodalen Fettgewebe

Neue Untersuchungen zeigen, dass im Stadium pT3, pN0 in etwa 15% der Fälle mit Hilfe der Immunhistochemie disseminierte Tumorzellen in Lymphknoten nachweisbar sind. Dieser Befund erwies sich als ein unabhängiger Risikofaktor bezüglich der Rezidiv- und Sterberate und unterstreicht die prognostische Bedeutung des Lymphknotenstatus selbst im Stadium der okkulten Metastasierung. Die Detektionsrate von disseminierten Tumorzellen durch die Immunhistochemie oder von Mikrometastasen im H&E Schnitt ist erheblich von der makroskopischen Präparation der Lymphadenektomie abhängig.

August 2008


Schlagwörter:

Lymphknoten

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