Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Wie stellt der Arzt Knochenmetastasen fest?

07.3.2010

Je früher Knochenmetastasen entdeckt werden, desto günstiger ist der Verlauf der Prostatakrebs-Erkrankung.

Dem Arzt stehen verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung. Es sind dies einerseits bildgebende Verfahren und anderseits Labor- und Knochenmarksanalysen.

Bildgebende Diagnoseverfahren
-Röntgen
-Knochenscan (Knochenszintigramm)
-Computertomografie (CT-Scan)
-Kernspintomografie (Magnetresonanztomografie; MRT)
-PET/CT

Laboranalysen
-Blutuntersuchungen z.B.

PYR;DPYR;DPD
CEA
Knochendichtemessung
KnochenAP
Vitamin D VD3;VD3 O 25
ICTP;PINP

Knochenmarkaspiration
Nachweis von Krebszellen im Knochenmark

Ergänzung:
Aus einem Vortrag gehört auf dem 61. DGU-Kongress in Dresden im September 2009. Es ging um ossäre Marker, also das frühzeitige Erkennen von Knochenmetastasen:

Von den weiteren getesteten über 50 diagnostischen Markern lt. Prof. Pummer "war keiner brauchbar" oder zumindest nicht zufriedenstellend oder nur zusammen mit PSA brauchbar, darunter CRP, EGF, KLK, Caveolin, HK2, STEP-1.

(Meine persönliche Anmerkung: Bis jetzt habe ich bzgl. der diagnostischen und auch der prognostischen Marker viel Presse, viel Spektakuläres aber wenig für uns Patienten Greifbares, Umsetzbares, sicher Anwendbares, von unseren Urologen Akzeptiertes kennengelernt. Wo ist z.B. eine biochemische Kenngröße, die z.B. Knochenmetastasen sicher nachweist? Ich glaube mittlerweile, dass mit ganz wenigen Ausnahmen die chemischen Messgrößen für eigenständige Diagnosen kaum brauchbar sind, wohl aber bei Bedarf als einzelne Bausteine in dem Puzzle Diagnose eine unterstützende und ergänzende Funktion haben können.)


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