Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Lymphknotenmetastasen und F18PET/CT

20.9.2008

Die PET-CT-Untersuchung erscheint bei der Suche nach Metastasen in den Beckenlymphknoten beim lokalisierten Prostatakarzinom wenig hilfreich zu sein. In einer aussergewöhnlich gut dokumentierten Studie in Linz und Mannheim mit extrem sorgfältig untersuchten Patienten wurde deutlich, daß das PET-CT 9 von 10 Lymphknoten-Metastasen übersieht. Die größte übersehene Lymphknoten-Metastase hatte immerhin einen Durchmesser von 8 mm. (Studienergebnisse von Hacker A, Jeschke S, Leeb K, Prammer K, Ziegerhofer J, Sega W, Langsteger W, Janetschek G.)

PET-CT wird üblicherweise eher beim PSA-Rezidiv nach radikaler Prostatektomie oder Bestrahlung eingesetzt. Werden dann einzelne oder mehrere verdächtige Lymphknoten entdeckt und operativ entfernt, geschieht das in der Hoffnung auf Heilung, nämlich, dass dadurch die Lymphknoten-Metastasen gänzlich beseitigt seien.

Dem scheint nicht so zu sein. F18PET/CT scheint im Augenblick (Dezember 2006) nicht in der Lage zu seinist, Lymphknoten-Metastasen sicher zu erkennen, es sei denn, sie sind recht groß. In der dieser Meldung zugrunde liegenden Studie mußten sie größer als 8 mm im Durchmesser sein, um von PET/CT entdeckt zu werden.

Was ist daraus zu schließen? Eine Entfernung der im PET-CT nachgewiesenen Lymphknoten bedeutet auf keinen Fall, dass damit sämtliche Lymphknoten-Metastasen erkannt und beseitigt werden können. Mikrometastasen werden auch von dem PET-CT nicht erkannt, nach der vorliegenden Studie in 9 von 10 Fällen sogar übersehen (Martini-Klinik Hamburg)

Meine Anmerkung: die bessere Alternative scheint USPIO zu sein.


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