Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Blaubeerphänomen

11.1.2009

Auf dem diesjährigen Urologenkongress in Stuttgart hörte ich erstmalig von dem Blaubeerphänomen. "Zu den vielen Problemen mit dem PSA gehört das sogenannte Blaubeerphänomen", wird Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Schmeller von der Paracelsus Privatuniversität in Salzburg zitiert, "damit ist gemeint, dass man nicht mehr viele Blaubeeren findet, wenn schon jemand das Feld abgeerntet hat. Auf das PSA bezogen bedeutet das, dass in den vergangenen Jahren beim Prostatakarzinom alle Parameter kleiner geworden sind. Das Serum-PSA der untersuchten Patienten hat im Schnitt abgenommen ebenso wie das Tumorvolumen und auch die tastbaren Knoten.", Es sei deshalb naheliegend, dass man bei Prostatavolumina von 2,5 Kubikzentimetern mit dem PSA nicht mehr sehr viel anfangen könne. Prof. Semjonow: "Um beim Beispiel Blaubeerfeld zu bleiben: Beim noch nicht abgesuchten Blaubeerfeld gab es noch gute Korrelationen zwischen PSA und zum Beispiel tastbaren Knoten."

Prof. Semjonow empfiehlt: PSA messen bereits mit 40 Jahren – wenn PSA dann kleiner 0,6 ng/ml, dann erst wieder mit 45 erneut PSA messen. Läge der PSA-Wert bei einem Mann mit 40 Jahren und darüber über 2,6 ng/ml oder steige er mehr als 0,35 ng/ml pro Jahr an, dann solle biopsiert werden.

Dezember 2008


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