Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Lipidgebundene Sialinsäure

28.5.2010

Lipidgebundene Sialinsäure (LSA)
Indikation: Verdacht auf Prostata-Ca und Verlaufskontrolle.

Die LSA ist ein wichtiger Bestandteil des Organismus. Sie ist ein natürlicher Baustein in Gangliosiden, Glykolipoiden und −proteinen, in Drüsensekreten und Zellmembranen. LSA ist ein Bestandteil der Mukzine, die den Hauptbestandteil aller schleimigen Sekrete des Körpers ausmachen. Durch die Vermehrung der LSA auf den Tumorzellen unterscheiden sich diese Zellen von den Normalzellen. Durch den beschleunigten Stoffwechsel und den erhöhten Anteil an LSA auf der Oberflächen der entarteten Zellen entsteht ein erhöhter LSA-Spiegel im Blut, der dann nachgewiesen werden kann.

Anstiege der LSA-Werte deuten auf ein verändertes Wachstum hin, eine Überproduktion an LSA kann ein Hinweis auf einen Tumor sein. Vorsicht: LSA-Anstieg jedoch auch bei starken entzündlichen Prozessen und durch starkes Rauchen.

Meine persönliche Anmerkung:
PSA ist der wichtigste Marker für uns. LSA kann man zusätzlich machen, wenn man(n) zuviel Geld hat.

Ein Experte bezweifelt nämlich die diagnostische Wertigkeit von LSA insbesondere bei der Verlaufskontrolle bei Tumorerkrankungen. Sein Argument: Die LSA nimmt nur geringfügig und sehr langsam nach der Tumorresektion ab.

Dr. Kahmann, Berlin: "Man kann die LSA mit untersuchen.Da die LSA jedoch sehr unspezifisch ist, muss man bei stabilem PSA davon ausgehen, dass eine etwaige LSA Erhöhung nicht durch den Prostatatumor bedingt ist. Insofern kann man sich auch alleinig auf den PSA verlassen."

letzte Aktualisierung im Mai 2010


Schlagwörter:

LSA

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