Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Ploidie

14.1.2009

Darunter versteht man den Gehalt an DNA pro Zelle. Der einfache Chromosomensatz beim Menschen besteht aus 22 verschiedenen Chromosomen (Autosomen) und zusätzlich einem Geschlechtschromosom (Gonosom; bei Frauen: X-Chromosom; bei Männern: X- oder Y-Chromosom). Da der Chromosomensatz zweimal vorhanden ist, ist der Ploidiegrad diploid (griech. diploe = doppelt). Eine Keimzelle (Gamet) ist haploid und enthält somit nur den einfachen vollständigen Chromosomensatz.

Normale Zellen haben also immer 46 Chromosomen, wenn man diese anfärbt entsteht ein Gipfel an ganz bestimmter und konstanter Stelle (G01). Tumorzellen können aber einen abweichenden Chromosomensatz haben. Haben sie insgesamt mehr DNA, wird in der grafischen Darstellung ihr Gipfel rechts von dem der normalen Zellen liegen (hyperdiploid), haben sie weniger, wird er links davon liegen (hypodiploid). Allgemein spricht man auch vom aneuploiden ("nicht normalen") Chromosomensatz.

Jedoch gibt es Lebewesen, die den Ploidiegrad triploid, tetraploid oder sogar darüber hinaus haben (siehe Polyploidie). Auch beim Menschen können Körperzellen mit hoher Transkriptionsrate (Leberzellen) polyploid sein. Polyploidie kommt außerdem bei Krebszellen vor.


Mit Ploidiegrad bezeichnet man die Anzahl der vollständigen Chromosomensätze in einer Zelle. 

 

Die Messung des DNA-Gehaltes geschieht z. B. mittels digitaler Bildanalyse im Mikroskop durch Bestimmung der optischen Dichte und Größe der Zellkerne nach spezifischer Anfärbung ihrer DNA (Bildzytometrie).


Den ursprünlichen Infotext ergänzt am 01.05.2015 WDF



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