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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Radiologische Diagnostik bei Lymphknotenmetastasen

28.2.2009

Die Radiologie nimmt eine Schlüsselstellung in der modernen Tumordiagnose und Therapie ein. Von der Diagnose über die Therapie bis zur Nachsorge – in allen Bereichen brauchen wir die Radiologen. Prof. Werner Hohenberger:"Ohne Bildgebung wäre Nachsorge oft ein Kaffeesatzlesen." Aus dem Beitrag "Bedeutung der radiologischen Bildgebung für die Lymphknotenchirurgie...." Der Urologe 1/2009

Das radiologische Lymphknotenstaging bei Nierenzellkarzinom und Hodentumor ist etabliert. Beim Prostata-, Blasen- und Peniskarzinom ist es nur unzuverlässig möglich. Die MR-Lymphographie sollte hier eine deutliche Verbesserung bringen. Die fehlende Zulassung, genauer die Zurücknahme des Zulassungsantrages für das Kontrastmittel Sinerem, verhindert einen klinischen Einsatz. Die perkutane CT-gesteuerte Biopsie in Retroperitoneum und Becken ist derzeit eine Alternative in der histologischen Abklärung suspekter Lymphknoten.

Die Größe von Lymphknoten läßt keine genaue Aussage über einen möglichen metastatischen Befall zu, da Lymphknoten in der Umgebung eines Tumors auch durch die entzündliche Begleitreaktion vergrößert sein können. Zur Differenzierung zwischen metastatisch und entzündlich befallenen regionalen Lymphknoten müssen neben dem Durchmesser auch die Binnenstruktur und die Form des Lymphknotens eingehend begutachtet werden.

Eine wesentliche Indikation zur radiologischen Schnittbilddiagnostik kann der Nachweis eines erhöhten CEA in der Nachsorge sein, wobei insbesondere ein Lokal- oder Lymphknotenrezidiv ausgeschlossen werden sollte. Bei erhöhtem oder ansteigendem CEA-Wert in der Nachsorge ist die Durchführung einer 18-Fluorodesoxyglukose-Positronenemissionstomographie (18-FDG-PET) möglicherweise vorteilhaft.

Februar 2009


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