Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

T-Zellen

17.3.2009

Bei T-Zellen handelt es sich um thymusabhängige Zellen, die für die zelluläre Immunabwehr zuständig sind.

thymusabhängige Zellen, das hat mit der Thymusdrüse zu tun. Das lymphatische System, zu dem die Thymusdrüse gehört, verteilt sich über den ganzen Körper. Es steht in engem Zusammenhang mit dem Immunsystem und dem Knochenmark. Die Funktion der Thymusdrüse und die mit ihr zusammenhängenden Funktionen sind auf der Webseite von Babara Teves, Heilpraktikerin, besonders einprägsam erklärt. Die Thymusdrüse ist bei der Geburt das größte Organ des Lymphsystems (weißer Blutkreislauf). Milz und Lymphknoten gehören zu den Grundelementen für die körpereigene Abwehr jedes Lebewesens. Sie stehen ständig bereit, um Krankheitserreger, die von außen in den Körper eindringen (Bakterien, Viren, Pilze, Gifte), rasch und sicher zu vernichten. Der Steuermechanismus, das Gehirn dieser Abwehr sitzt in der Thymusdrüse.

Frau Teves schreibt u.a.: Bis zur Pubertät ist die Thymusdrüse besonders groß und aktiv, da sie spezielle Blutzellen schulen muss. Das Knochenmark bildest ständig weiße Blutkörperchen, die sogenannten Blutpolizisten. Dazu gehören auch die Lymphzellen (Lymphozyten). In der Thymusdrüse werden sie durch dort vorhandene Informationshormone so geschult, dass sie das körpereigene Zellgewebe erkennen und nicht angreifen. Die Lymphozyten gehen entweder selbst zum Angriff über, als Killerzellen, oder die Angriffssignale werden an die übrige Blutpolizei weitergegeben, d. h. alle großen Fress- und Abräumzellen erkennen bei einem intakten Immunsystem auch so genannte versteckte Fremdzellen und unkontrol-liert wuchernde Zellen und machen sie unschädlich.

Je älter wir werden, desto schwächer wird unsere Immunabwehr. Der Grund liegt in der Rückbildung der Thymusdrüse.

Interessant ist in diesem Zusammenhang zu wissen, auf Zellebene verliert der Körper keine Informationen, was übrigens bei der Strahlentherapie eine große Rolle spielt, merkt sich doch die Körperzelle, wieviel "Strahlung" sie schon "abbekommen" und gespeichert hat. Und das wiederum ist wichtig, sofern eine Entscheidung ansteht wie z.B. die sekundäre Bestrahlung eines Tumorrezidivs Sofern der Bestrahlungsplan der Primärbestrahlung vorliegt (muß eigentlich dreißig Jahre aufbewahrt werden) kann der Strahlentherapeut bei der Behandlungsplanung einer Zweitbestrahlung erkennen, wo noch wieviel Strahlung bis zum Maximum -ab da wird es toxisch- verabreicht werden kann, weiß man doch, dass das Bestrahlungs-Maximun an der Blasenwand bei 55 Gy und am Rektum (Enddarm) bei 65 Gy liegt. Darüber hinausgehen hieße bewußt (der Rechtsmediziner würde sagen vorsätzlich) zu schädigen.

Zurück zur Thymusdrüse: Es ist möglich, die Funktion der Thymusdrüse zur Stärkung des Immunsystems und damit der T-Zellen immer wieder zu aktivieren.

März 2009



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