Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Bestrahlung und Impotenz

14.4.2009

Rektum und Harnblase liegen unmittelbar an der Prostata. Sie sind strahlensensibler als der Tumor. Deshalb muss die zu verabreichende Strahlendosis bei nicht angepasster Bestrahlungstechnik begrenzt (niedriger) bleiben. Auch Gefäss-Nervenbündel (seitlich und hinter der Drüse gelegen) und die Peniswurzel müssen zur Vermeidung von Impotenz in diese Überlegungen einbezogen werden.

Erektionsstörungen treten nicht wie bei der operativen Entfernung der Prostata direkt auf, sondern entwickeln sich schleichend. Eine Impotenz entsteht mit deutlicher zeitlicher Verzögerung nach EBRT.

Potenz vor der Behandlung 84%, zwei Jahre nach EBRT 49%, drei Jahre nach EBRT 41%.

In der Peniswurzel sind Blutgefässe und gerade diese sind es, die durch die Bestrahlung "dicht werden" und das wiederum löst die Impotenz aus.

Endothelschäden und Mikrothrombosierungen, usw sind normale Phänomene nach Strahlentherapie

Anmerkung:
Ich halte die Prozentzahlen bzgl. einer noch vorhandenen Potenz nach Bestrahlung für deutlich zu hoch. Viele solcher Zahlen und Prozentsätze entstehen durch Befragen der Betroffenen, d.h. der Betroffene gibt selbst Auskunft, wie es um seine Potenz steht. Ich behaupte: Da wird gelogen, dass die Balken sich biegen! Aus Gesprächen mit Frauen von Betroffenen habe ich die Erkenntnis mitgenommen, dass die meisten Männer sich da etwas vormachen. Man könnte es auch so sagen: Die Zahlen sind geschönt. Etwa die Hälfte der genannten Prozentsätze sind vermutlich zutreffend: Also wären rd. 20 Prozent der Männer drei Jahre nach einer Bestrahlung durchschnittlich ohne Hilfsmittel potent! Mein Urologe hält diese Zahl für realistisch!

April 2009


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