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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Grüner Tee

01.7.2009

Grüner Tee - hilft der wirklich?

Auszüge aus einem Artikel im Spiegel-online:

….Der Molekularbiologe Erich Wanker vom Max-Delbrück-Centrum in Berlin berichtet in einem Vortrag über die Wirkung des EGCG (Epigallocatechingallat) - eines im grünen Tee enthaltenen Stoffes - auf Amyloid-Bildungen;…..Im Reagenzglas hatte Wankers Arbeitsgruppe nachgewiesen, dass EGCG die Ablagerung von fehlgefalteten Eiweißen bremst. ……Die Schulmedizin scheint ernsthaft interessiert. Die Heidelberger Universitätsklinik betreibt eine Studie mit 25 Patienten, …..an der Charité in Berlin läuft ebenfalls eine klinische Studie über die Wirkung von EGCG an Patienten, die an Multipler Sklerose leiden…. Und die Ergebnisse des Molekularbiologen Erich Wanker sind inzwischen in "Nature" erschienen....Ein Kranker Mediziner, von ihm handelt der Bericht im Spiegel-online, der sich selbst einen "knallharten Schulmediziner" nennt, beginnt, grünen Tee zu trinken. Zwei Liter über den Tag verteilt - pro Liter etwa zehn Gramm Teeblätter - was 600 bis 800 Milligramm EGCG entspricht….Herzpatienten mit dicker Scheidewand berichten von spürbaren Besserungen, seit sie grünen Tee trinken.

Hinweise zu der Wirkung grünen Tees gibts haufenweise, z.B. sind Hinweise auf die heilende Wirkung von grünem Tee enthalten in dem Buch "Krebszellen mögen keine Himbeeren" von R. Béliveau, Servan-Schreiber bestätigt das im "Das Antikrebs-Buch" und Frau Dr. J. Hübner aus der Habichtswaldklinik &qout;...empfehle Tumorpatienten den moderaten Genuß von grünem Tee...." vermutlich sind ihr die Gegenstimmen nicht unbekannt, die warnen, dass grüner Tee die Wirkung der sonst eingenommenen Medikamente beeinträchtigen kann. Also doch kein Wundermittel?

Die gesundheitlichen Wirkungen von Tee sind schon lange bekannt. Neben den Vitaminen A, B, B12, C und Mineralien wie Kalium, Kalzium, Fluorid enthält grüner Tee rund 130 wichtige Inhaltsstoffe. Sie wirken positiv auf eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen in unserem Körper, u.a. in Bezug auf die Krebsentstehung, auf das Immunsystem und seine Mechanismen und auf Entzündungsprozesse. Taiwanesische Wissenschaftler haben u.a. herausgefunden, dass der hohe Fluoridgehalt des grünen Tees sich positiv auf die Knochendichte auswirkt. Tumorbiologen vom Karolinska Institut in Schweden wollen herausgefunden haben, dass der grüne Tee bösartige Geschwülste unterdrücke (Quelle: Zeitschrift Nature, Bd. 398, S. 381, 1999). Frauen, die täglich über viele Jahre grünen Tee tranken, erkrankten deutlich seltener an einem Ovarialkarzinom im Vergleich zu Teilnehmerinnen, die keinen grünen Tee tranken, war das Ergebnis einer Befragung von 1999 bis 2000 bei rund 900 Chinesinnen, durchgeführt von der "Curtin University of Technology" in Perth und einem chinesischen Team vom "Zheijiang Cancer Hospital" in Hangzhou.

Hirofumi Tachibana und seine Kollegen von der Kyushu-Universität in Fukuoka, Japan, zeigten an Lungenkrebszellen, dass ein wachstumshemmender Effekt von EGCG (das ist eine im Grüntee vorhandene Substanz namens Epigallocatechin-Gallat) bei bestimmten Krebszellen schon in Konzentrationen auftrat, die beim Teetrinken leicht erreicht werden. Allerdings, und das war die nicht unwesentliche Einschränkung, Voraussetzung ist, dass die Zellen einen ganz bestimmten Rezeptor tragen. Je mehr von diesem Rezeptor auf der Zelloberfläche zu finden ist, desto wahrscheinlicher ist die Ausbreitung des Tumors in das Nachbargewebe.

Überträgt man diese Erkenntnis auf andere Tumorerkrankungen, muß man vermutlich schlußfolgern, dass der Teegenuß allein wohl kaum Wunder wirkt. Es gibt da sicherlich noch viel zu forschen, denn wie EGCG nach dem Andocken an die Krebszellen das Ausbreiten des Tumors verhindert und was sich im Inneren der Tumorzelle dann im Detail abspielt, ist noch nicht bekannt.

Also weiter abwarten und… Tee trinken.!

WDF im Juni 2009


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