Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

CT

20.7.2009

Was ist CT?

Die Computertomographie ist eine Röntgenuntersuchung, bei der die innere Struktur von Geweben oder Materialien dargestellt wird. Dabei macht man sich die unterschiedliche Durchlässigkeit verschiedener Stoffe für Röntgenstrahlen zunutze. Je dichter eine Substanz ist, desto schlechter lässt sie die Strahlen hindurch. Stattdessen werden sie absorbiert. Daher erscheinen zum Beispiel Knochen auf einem normalen Röntgenbild hell.

Was kann mit CT bei Prostatakrebs erkannt werden?

Die Wertigkeit der Computertomographie (CT) in der Stadieneinteilung des Prostatakarzinoms ist umstritten. Im Gegensatz zur transrektalen Sonographie gelingt mit dieser Untersuchung keine Differenzierung der intraprostatischen Strukturen (Cariou et al 1985).

Ob ohne oder zusätzlich mit Kontrastmittelgabe ist eine Unterscheidung zwischen Tumorgewebe und normalen Drüsenanteilen anhand der Dichte innerhalb der Prostata nicht möglich (Cariou et al 1985). Krankhafte Prozesse kann man allenfalls anhand nachweisbarer Veränderungen der Organgröße, Form und Kontur ausmachen. Die Erkennung von Lymphknotenmetastasen gelingt durch die CT-Untersuchung ebenfalls nur unzureichend.

Der Einsatz der CT-Untersuchung bei Patienten mit einem histologisch gesichertem Prostatakarzinom beschränkt sich somit auf die Beurteilung der lokalen Tumorausbreitung und dem Ausschluß einer lymphogenen und hämatogenen Metastasierung.(Hammerer et al 2000).

Wie belastend ist die CT Diagnostik?

Risiken der Röntgendiagnostik:
- Eine CT Untersuchung des Beckens erhöht die Mutationsrate von 2% (spontan) auf 2,003%.
- Pro Jahr sterben 220000 Bundesbürger an Krebs, davon sind 9600 (4%) durch die natürliche Strahlenbelastung und 3000 (1,5%) auf medizinische Strahlenbelastung zurückzuführen.
- Eine RöThorax-Aufnahme beinhaltet ein Krebsmortalitätsrisiko von geschätzt 0,001% (1:100 000), ein Abdomen CT von 0,035% (3,5 : 10 000). Für die Einzelperson bedeutet dies eine Erhöhung des individuellen Risikos von 25% auf 25,001% oder 25,035%. Anders gesagt beträgt die Thoraxaufnahme 8% und das Abdomen CT 290% des natürlichen Strahlenrisikos von 2,4 mSv.

Zur Veranschaulichung: das Risiko einer Lungenaufnahme ist dem Risiko 8,5 Tage am Straßenverkehr teilzunehmen äquivalent (vergleichbar), das Risiko des Abdomen CT etwa 250 Tage. [Für alle Berechnungen s. Ewen K (1998) S. 24ff.].

Diese an sich niedrigen Werte ergeben sich aus der Tatsache, daß medizinische Strahlung zu 50% bei über 65jährigen angewendet wird und damit praktisch kein Krebs mehr induziert (auslöst), sonst käme man rein rechnerisch auf das Doppelte.



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