Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Eligard Nebenwirkungen

05.4.2012

Mit Nebenwirkungen sind gemeint: Unerwünschte Wirkungen

Unerwünschte Wirkungen, die unter Eligard 22,5 mg (3 Mon.-Spritze) beobachtet wurden, sind hauptsächlich zurückzuführen auf die spezifische pharmakologische Wirkung von Leuprorelinacetat, nämlich die Zu- und Abnahme von bestimmten Hormonkonzentrationen. Die am häufigsten beschriebenen unerwünschten Wirkungen sind Hitzewallungen, Unwohlsein und Müdigkeit sowie vorübergehende lokale Irritation an der Injektionsstelle.

Die nachfolgend aufgeführten (möglicherweise oder wahrscheinlich mit Eligard 22,5 mg in Relation stehenden) systemischen, unerwünschten Wirkungen traten in klinischen Studien mit einer Dauer von bis zu sechs Monaten auf und wurden (Information des Herstellers!) bei 2% der Patienten beobachtet.
Bitte beachten:
Bei Patienten mit metastasierendem Prostatakarzinom ist es oft schwierig die Kausalität zu beurteilen.

Bezüglich der Häufigkeit von unerwünschten Wirkungen wird unterschieden zwischen
sehr häufig (>1/10),
häufig (>1/100 ≤1/10),
gelegentlich (>1/1’000 ≤1/100),
selten (>1/10’000 ≤1/1’000)
und sehr selten (≤1/10’000).

Allgemein
Häufig: Müdigkeit, Schwäche.
Gelegentlich: Lethargie, Fieber, Schmerzen, Schüttelfrost.
Harntrakt
Häufig: Nykturie, Dysurie, Oligurie, Miktionsschwierigkeiten,
Gelegentlich: Harnwegsinfekt, Spasmen der Harnblase, Hämaturie, erhöhte Harnfrequenz, Harnretention.
Gastrointestinaltrakt
Häufig: Nausea, Dyspepsie.
Selten: Obstipation, Mundtrockenheit.
Ernährung, Stoffwechsel und Entwicklung
Gelegentlich: Verschlechterung eines Diabetes mellitus.
Selten: Abnormale Gewichtszunahme
Haut und subkutanes Gewebe
Häufig: Pruritus.
Gelegentlich: Feuchtkalte Haut, Nachtschweiss, vermehrtes Schwitzen.
Fortpflanzungsorgane und Brust
Häufig: Hodenatrophie, testikuläre Schmerzen, Infertilität, Empfindlichkeit der Brust.
Selten: Testikuläre Störungen, Impotenz, Gynäkomastie (Abnahme der Libido und Impotenz sind die zu erwartenden pharmakologischen Konsequenzen der Testosteronsupprimierung).
Mental
Gelegentlich: Abnormale Träume, Depression, Abnahme der Libido.
Hämatologischer Bereich
Häufig: Verschiedene hämatologische Veränderungen wie z.B. Abnahme der roten Blutkörperchen, des Hämatokrit und des Hämoglobin.
Gefässerkrankungen
Sehr häufig: Hitzewallungen.
Gelegentlich: Hypertonie, Hypotonie.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustkorbs und des Mediastinums
Gelegentlich: Rhinorrhoe.
Bewegungsapparat
Häufig: Arthralgie.
Selten: Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe.
Nervensystem und Sinnesorgane Häufig: Hypästhesie.
Selten: Schwindel, Kopfschmerz, Insomnie, Geschmacksstörungen.
Beobachtungen bei (Labor-)Untersuchungen
Häufig: Erhöhung der Kreatininphosphokinase im Blut, Verlängerung der Gerinnungszeit.
Gelegentlich: Erhöhung der Alanin Aminotransferase, Erhöhung der Triglyzeride im Blut, Verlängerung der Prothrombinzeit,
Gewichtszunahme.

Unerwünschte Wirkungen an der Injektionsstelle
Vorkommen von lokalen unerwünschten Wirkungen in Abhängigkeit von der Anzahl der Injektionen
Brennen: 21,7%.
Stechen: 5,7%.
Schmerz: 3,5%.
Ekchymose: 1,7%.
Erytheme: 0,9%.
Juckreiz: 0,4%.
Im Allgemeinen werden diese lokal begrenzten unerwünschten Wirkungen nach subkutaner Injektion als mild und von kurzer Dauer beschrieben.

Andere unerwünschte Ereignisse, deren Auftreten in Zusammenhang mit der Leuprorelinacetat-Behandlung beschrieben wurde, umfassen periphere Ödeme, Hypertonie, Palpitationen, Myalgien, Muskelschwäche, Kopfschmerzen, Fieber/Schüttelfrost, Dyspnoe, Amnesie und Sehstörungen.
Gelegentlich wurde über Gynäkomastie und selten über eine Anaphylaxie, Thrombozytopenie und Leukopenie berichtet.
Veränderungen von Leberfunktionsparametern, Serumlipiden und Glukosetoleranz wurden beschrieben.
Veränderungen der Knochendichte
In der Fachliteratur wurde eine Verminderung der Knochendichte bei Männern nach Orchiektomie oder nach Behandlung mit GnRH-Analoga beschrieben. Es ist zu erwarten, dass unter langfristiger Behandlung mit Eligard 22,5 mg zunehmend Hinweise für das Auftreten einer Osteoporose beobachtet werden können.



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