Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Salvage-Operation nach HIFU

27.8.2009

Ein Experte meint:

Trotz der durch verschiedene Studien belegten therapeutischen Erfolge der HIFU-Behandlung gibt es Patienten, bei denen die Therapie ihres lokoregionären Prostatakarzinoms mittels HIFU versagt und die eine Salvage-Behandlungsmaßnahme benötigen.

Die Salvagetherapie nach primärem HIFU-Versagen ist im Regelfall eine Wiederholungstherapie mit hochintensivem fokussiertem Ultraschall. Wenn auch die wiederholte HIFUTherapie fehltschlägt, stehen weitere sekundäre Therapieoptionen zur Verfügung. Hier ist besonders die Salvage-Strahlentherapie als eine Behandlungsoption zu nennen, da es sich oft um Patienten handelt, die HIFU gewählt hzaben, weil sie zuvor nicht für eine Prostatektomie geeignet erschienen.

Es gibt allerdings bislang noch keine publizierten Untersuchungen, die klinische Resultate zu einem solchen Behandlungsvorgehen beschreiben und auch die Lebensqualität von Patienten mit Salvage-Strahlentherapie nach primärem HIFU-Scheitern untersuchen.

Das Versagen der HIFU-Therapie verhindert keine der möglichen Behandlungsalternativen, die auch schon bei der Primärtherapie für das lokale Prostatakarzinom zur Auswahl standen. Somit ist auch die RPE eine Option bei der Rezidivbehandlung. In der aktuellen Literatur sind allerdings keine Studien auffindbar, die Ergebnisse einer Salvage-Prostatektomie nach HIFU-Versagen beschreiben. Lediglich eine Arbeitsgruppe um Stolzenberg beschreibt 3 Fälle von laparoskopisch extraperitoneal durchgeführter Salvage-Prostatektomie nach HIFU und bezeichnet diese Therapieform als sichere und effiziente Methode für das lokale Prostatakarzinomrezidiv.

August 2009


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