Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Rezidiv – wichtige Fragen

15.12.2009

…. zur Eingrenzung des Problems.

Immer wieder erreichen mich Fragen wie Folgende: Mein PSA steigt jetzt wieder an. Was soll ich machen?

Die Selbsthilfegruppe will ja gern helfen und Informationen geben, aber wenn man nicht weiß, was vorher war, dann ist das wie Kaffesatzlesen: Das wird nichts.

Zur Einschätzung, was bei einem Rezidiv, so es überhaupt eines ist, als nächste Therapieoption dem Betroffenen einen Vorteil bringen kann (die Ärzte nennen das Benefit), müßte man erst mal wissen:

1. Ausgangs PSA (bei Diagnose)
2. Gleason-Wert (wird bei der Biopsie durch den Pathologen festgestellt)
3. Wie viele Stanzen waren befallen?
4. Welche Therapie ist bis jetzt erfolgt? Hifu oder OP mit oder ohne Lymphknotenentfernung (wenn LK-Entfernung, dann wie viele waren es?)
5. Wie waren TNM? (das steht im OP-Bericht) 6. Wie tief fiel PSA nach der Therapie ab? (das nennt man Nadir)
7. Wie lange dauerte das?
8. Wurden Medikamente (LHRH oder Antiandrogene?) nach der OP verabreicht? Sofort oder später (wieviel Monate später?)
9. Wurden die Medikamente durchgängig (ständig) genommen oder wurden sie zwischendurch abgesetzt? (Wichtig: Was hat dann der PSA-Wert gemacht?)
10. Oder wurde als Ersttherapie eine Brachytherapie durchgeführt? (mit Seeds/LDR oder HDR?)
11. Oder trifft es zu, dass die Prostata bei der OP z.B. weil Metastasen vorhanden waren nicht entfernt wurde?
12. Wurde daraufhin bestrahlt oder mit Hormonen behandelt oder beides? (Wenn ja, bitte dann die Fragen 6 + 7 beantworten!)

August 2009


Schlagwörter:

Prostatarezidiv

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