Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Schmerzen nach Prostataentfernung

03.9.2009

Eine gute Anfrage, die aber leider nicht zum Ziel führt.
Sie finden etwas unter dem Begriff
Nebenwirkungen oder unter
- Operation oder
- Nebenwirkungen bei Therapien des PCa

Die mir zugängliche Literatur hinsichtlich der postoperativen Schmerzbehandlung nach urologischen Operationen stammt überwiegend aus Ende der 1990.er Jahre.

Unter anderen ist da zu lesen:
Postoperative/posttraumatische Schmerzen sind Akutschmerzen und haben als solche im Gegensatz zu chronischen Schmerzkrankheiten Warn- und Schutzfunktion für den Organismus.

Nach mittleren und großen Operationen im Retroperitoneal-,Abdominal- und Unterbauchbereich finden sich mittelstarke bis starke somatische und viszerale Schmerzen für ca. 3 bis 4 Tage. Verstärkend wirken sich Tenismen von Hohlorganen oder -systemen aus, Muskelverspannungen durch längere Liegedauer sowie wiederbeginnende Darmmotorik kommen hinzu.

Der postoperativen schmerztherapeutischen (analgetische) Versorgung der Patienten wird in Deutschland leider nicht besonders großer Aufmerksamkeit zu teil; da gibt es gravierende Defizite. Ich denke, es wird oft unterschätzt, wie massiv psychologische Parameter die Schmerztherapie beeinflussen. Wenn wir Patienten da besser aufgeklärt würden, zuversichtlicher sein könnten, werden wir ganz sicher nicht nur besser an unserer Genesung und der Bewältigung von Schmerzen mitarbeiten, sondern den Schmerz auch weniger stark und/oder bedrohlich erleben.

In neueren Beschreibungen von Prostata-OP-Techniken wird immer wieder auf die Schmerzreduzierung durch operative Techniken wie Schlüsselloch-Op, EERPE oder da vinci hingewiesen.

September 2009


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