Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Ernährung und Krebs

08.8.2009

Es wird generell die Meinung vertreten, dass es keine krebsheilende Ernährungstherapie gibt.
Es gibt aber sinnvolle Ernährungsempfehlungen
zur Krebsvorbeugung und zur Vorbeugung eines Rückfalls nach überstandener Krankheit
zur Unterstützung der Therapie, um deren Wirksamkeit zu unterstützen
zur Unterstützung der eigenen Widerstandskraft

Natürlich gibt es Ratschläge: In der Presse, im Rundfunk, im TV, in der Bravo für Senioren (Apothekenrundschau)im Internet und dort speziell in den verschiedenen Foren.

Kürzlich wurde , nachdem zuvor allerlei anderes für krebsbekämpfend befunden wurde, mal Leinöl (Ich kann mich noch gut erinnern an: Was macht den Lausitzer stark? Leinöl und Quark!!) und jetzt aktuell Rapsöl propagiert. Ein Löffen Öl täglich senke das Prostatakrebsrisiko.

wäre toll, wenn es so einfach wäre.

Vorweg, ich bin kein Ernährungswissenschaftler, nur ein Mensch mit einem unangenehmen Untermieter seit 1999: systemischer Prostatakrebs . Seit Jahren bin ich auf der Suche nach einer Ernährung, die meine Abwehrkräfte gegen den Krebs und die Nebenwirkungen der Medikamente unterstützt.

Einfach nur ein Löffel Öl, und PSA sinkt! Darauf wären Wissenschaftler längst gekommen, wenn es denn wahr und so einfach wäre.

Es gibt da eine Studie -ich glaube sie heißt Lyon-Studie oder Kreta-Diät-Studie-, die Rapsöl zusammen mit Oliivenöl und Rapsölmargarine als Gesundmacher propagiert. M.W. wurde die Studie mit besonders gefährdeten Herzinfarktpatienten gemacht. Und nach einem Blick ins Internet meine ich gelesen zu haben, dass diese Stdudie von der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen e.V. zumindest begleitet wurde. Wäre ich ein Schelm, wenn ich mir jetzt etwas dazu denken würde?

Richtig ist: Die mediterrane Ernährung u.a. mit kaltgepresstem (Oliven)öl, mit wenig Fleisch dafür aber mit viel frischem Gemüse, mit Fisch usw. in Verbindung mit sportlicher Bewegung ist hilfreicher. Nur diese Umstellung dauert Monate und Jahre. Ein kurzfristiger Erfolg mit "Öl rein- PSA runter" ist genausowenig realistisch, wie ab sofort kiloweise Tomaten, Fisch und Olivenöl zu essen.

Also Vorsicht bei "Schlaumeier" Ratschlägen zur PSA-Wert-Manipulation.

Ernährungstipps

aus Diagnose Prostatakrebs der Stiftung Männergesundheit:

- Den Bauch entlasten durch GUTES Essen

- balaststoffreiche Ernährung

- Wenig Alkohol, Wasser zum Essentrinken (ich bevorzuge stilles Wasser)

- Pflanzliche Kost aus Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten täglich auf den Speiseplan (die Tomate ist ständiger Begleiter meiner Salate)

- mehrmals wöchentlich Fisch und/oder eine Portion Nüsse essen

- Meiden von stark gegrilltem, geräuchertem oder gepöckeltem Fleisch

- wenig Fleisch und Wurst! Wenn, dann aber möglichst auf fettarme oder fettreduzierte Produkte zurückgreifen

- Granatapfelsaft, vor allem der fermentierte, enthält einen Pflanzenstoff, der das Wachstum des Prostatakrebses verlangsamen kann.

- ungesättigte pflanzliche Öle wie Olivenöl, Rapsöl oder Arganöl verwenden (Arganöl ist sehr teuer, daher nehme ich es nur als Ergänzung und Verbesserung von Salatmarinaden)

Quelle: Broschüre der Stiftunmg Männergesundheit

Gesundes Essen als Ersatzreligion

Vorsicht: Aufpassen, dass gesundes Essen nicht zu einer Ersatzreligion wird, denn dann erhöht sich der Leidensdruck, verringert sich die Lebenszufriedenheit ebenso wie das persönliche Wohlbefinden

03. April 2015 WDF

Weitere ausgewählte Informationen zum Thema Ernährung und Prostatakrebs finden Sie unter Krebsdiät
und bei
Ketogene Diät
Ernährung bei Krebs
und
Ernährung und Prostatakrebs
und unter
Gedanken zur Ernährung bei Krebs
eine Warnung steht hier über eine
unzweckmäßige Diät
und hier etwas zur
Nahrungsergänzung
und hier sind Informationen über Kachexie

letzte Aktualisierung im Augustr 2009/April 2015

 



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