Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Leitlinien der Radioonkologie bei metastasiertem Prostatakarzinom

28.11.2009

Zweifellos eine wichtige Frage. Meine Antwort ist der Hinweis auf die Presseinformation der 61. DGU im September in Dresden.

Die neue S3-Prostatakarzinom-Leitlinie
DGU-Pressekonferenz am 16. September 2009
Dr. med. Clemens Albrecht, Berufsverband Deutscher Strahlentherapeuten e.V.
Zweieinhalb Jahre intensive Diskussion und ehrenamtliche Arbeit von 50 Experten auf dem Gebiet der Prostata haben gegenüber den bisher vorliegenden europäischen und amerikanischen Leitlinien (NICE-, EAU-, und AUA-Guidelines) die umfassendste, genaueste und weitreichendste Leitlinie zum Thema Prostatakarzinom entstehen lassen. Das Prostatakarzinom ist der häufigste Tumor beim Mann. Es macht bei den soliden Tumoren ungefähr 1/4 aller Tumorerkrankungen aus und stellt damit eine sehr wichtige Tumorentität dar.

Die Radioonkologen fühlen sich gut aufgehoben in der verbindlichen, interdisziplinären Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms, an der eine Vielzahl von Fachdisziplinen mitgewirkt hat.

Die jeweils notwendige, individuelle Behandlung ist komplexer und anspruchsvoller geworden. Sie ist nicht mehr nur eine Domäne eines Faches z. B. des Gynäkologen beim Brustkrebs, oder des Chirurgen beim Darmkrebs. Auch beim Prostatakarzinom besteht die Behandlung aus einem interdisziplinären Kreis an Kollegen, die in der Diagnostik und Therapie ein jeweils auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmtes Behandlungskonzept erarbeiten.

Bereits bei der Eröffnung der Diagnose soll der Patient zukünftig alle Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten erhalten und hierzu von den jeweiligen Fachexperten, in unserem Fall der Strahlentherapie, über Behandlung und Alternativen aufgeklärt werden. Dr. med. Clemens Albrecht Um immer den jeweils aktuellen Stand der Wissenschaft und Technologie sicherzustellen, hat die Steuergruppe das Konzept der "living guideline" geschaffen – zum Wohle der uns gemeinsam anvertrauten Patienten.

Weitere Informationen unter DEGRO IMRT und hier

November 2009


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