Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

R1 Prostatacarcinom bei da vinci

29.11.2009

eine interessante Frage wenngleich etwas unglücklich formuliert.

Mehr dazu sagte Dr.Schütte aus Gronau auf dem NRW Urologenkongress in 2009. Hier mein Konzentrat von den Ausführungen:

Roboter-assistierte radikale Prostatektomie, Dr. Schütte, Gronau
Bisher 850 Operationen mit dem da-Vinci. Das Verfahren ist etabliert und weit verbreitet. Untersucht wurden die Ergebnisse von 650 Operationen im Zeitraum 03/2006 bis 10/2008. OP-Dauer betrug im Mittel 162 Minuten, der Blutverlust 167ml, 71,4% der Patienten sind nach 3 Monaten komplett kontinent( keine Vorlagen) und nach 6 Monaten beträgt die Kontinenzrate 94%. 67% der Männern mit guter präoperativer erektiler Funktion (IIEF-5 = 21) und beiderseits nerv-schonender OP haben nach 6 Monaten wieder GV. Die Komplikationsrate beträgt hinsichtlich R1 Ergebnissen 3,6%. Die docking-time (Vorbereiten der OP-Roboters sei lernkurvenbedingt von zunächst 55 Minuten auf 5 Minuten gesunken). Randbemerkung auf Nachfrage: Eine OP-Konversion von da-Vinci operiert auf eine offene OP (traditionelle Methode) erfolgt gelegentlich. Die Frage, ob das problembehaftet sein könne, weil nur noch selten ausgeführt, wurde nicht vertieft.

aus einer urologischen Schrift aus 2008, per Zufall jetzt gefunden:

Die roboterassistierte Prostatektomie hat sich in den Händen von Dr. Andreas Schütte, Gronau, und Mitarbeitern zur Standardoperation beim lokal begrenzten Prostatakarzinom entwickelt. Sie haben innerhalb von 30 Monaten 500 Patienten, meist mit pT2-Tumoren (78%), mit guten Ergebnissen roboterassistiert chirurgisch versorgt. Schnitt-Naht- und Docking-Zeit verringerten sich bereits nach den ersten zehn Eingriffen deutlich. Der Blutverlust sank von initial 400 ml auf unter 150 ml nach 200 Operationen ab. Die Komplikationsrate war von Anfang an niedrig; mittlerweile treten Komplikationen nur noch in Einzelfällen auf. Die onkologischen Ergebnisse bezeichnete Schütte als sehr gut: Die Inzidenz positiver Schnittränder bei pT2-Tumoren fiel von knapp 10% bei den ersten 50 Eingriffen auf mittlerweile 3,6%.

letzte Aktualisierung am 29.November 2009


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