Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Ganzkörperhyperthermie

12.10.2010

... wird mit Ausnahme des Kopfes der gesamte Körper überwärmt, häufig so ungefähr auf 39,5 bis 40,5 Grad C. Es gibt Experten, die halten diese Temperatur für zu gering für einen therapeutischen Effekt und für nicht geeignet,Metastasen und Tumoren, dienicht operiert werden können, zu beseitigen.

Ergänzung:
Ganzkörper-Hyperthermie
Erwärmtwird der ganze Körper. Dabei gibt es verschiedene Systeme, hauptsächlich aber setzt man auf Infrarotstrahlen, die unter die Haut gehen und im ganzen Körper Temperaturen von 38 bis 40, 5 bei der moderaten und 42 bis 44 Grad Celsius bei der hohen Ganzkörper-Hyperthermie erzielen.

Normalerweise wird der Patient durch milde Narkotika sediert bevor man mit der Therapie, die bei der hohen Ganzkörper-Hyperthermie 45 bis 60 Minuten dauert, beginnt. Die Anwärm- und Abkühlphase dauert jeweils ein bis zwei Stunden.

Bei der moderaten Ganzkörper-Hyperthermie werden nur Temperaturen von 39 bis 40 Grad erreicht, dafür dauert die Überwärmungsphase aber vier bis sechs Stunden.

Angewandt wird die Ganzkörper-Hyperthermie vor allem dann, wenn sich die beim Patienten eingesetzten Chemotherapeutika mit der Wärme potenzieren. Die Ganzkörper-Hyperthermie ist sehr anstrengend und sie zerstört das Immunsystem.

In Praxen wird ambulant meist die moderate Ganzkörper-Hyperthermie mit Temperaturen zwischen 38,5 und 40 Grad in Kombination mit dem kompletten Programm der biologischen Krebstherapie durchgeführt. Sinnvoll ist dies z.B. zur Rezidiv-Prophylaxe, Anregung des Immunsystems, bei Chemoresistenz – nach einer Hyperthermie-Behandlung spricht die Chemotherapie meist wieder an –, nach einer OP oder Tumoren in ihrer Größe konstant zu halten.

Allerdings kann bei stark geschwächten Patienten selbst die moderate Hyperthermie nicht eingesetzt werden, da sie für den Gesamtorganismus sehr anstrengend ist. Im allgemeinen werden vor einer Therapie ein EKG, Belastungs-EKG, Blutanalysen und Lungenfunktionstests gemacht, um die Belastbarkeit des Patienten einschätzen zu können.

Während der Behandlung wird die Körpertemperatur, die Herzströme (EKG) und die Sauerstoffsättigung permanent gemessen. Hinzu kommen Infusionen gegen den Wasserverlust und Heparin-Spritzen, um das Blut flüssig zu halten. Manchmal werden gleichzeitig Mistelinfusionen gegeben.

Die Hyperthermie gehört noch nicht zu den Regelleistungen der Krankenkassen, wird allerdings von privaten Krankenkassen meist übernommen, bei den gesetzlichen Kassen ist dies noch unterschiedlich. Eine Hyperthermie-Behandlung kostet derzeit 140 Euro.

letzte Aktualisierung im Oktober 2010


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