Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Neoadjuvante Hormontherapie

05.3.2008

Behandlung vor OP oder Bestrahlung.

Gegeben werden LH-RH-Analoga und steriodale oder nicht-steriodale Antiandrogene.

Ziel:Progressionsstop des Prostatakarzinoms, Reduzieren der Prostatagröße, Reduzieren der Tumorgröße; Reduzieren des PSA-Wertes.

Ergänzung:
Ein Experte zu einer Hormontherapie vor einer Operation:In der Tat wünschen die meisten Operateure, dass vor der Radikaloperation keine Hormone (z.B. Casodex)gegeben werden. Die Operateure mögen keine hormonelle Vorbehandlung.

Ergänzung:
Durch eine neoadjuvante Behandlung LHRH Hormontherapie kombiniert mit einem Antiandrogen sinkt der PSA-Wert in aller Regel um mehr als 95% vom Ausgangswert ab. Dies spricht für die Wirksamkeit einer solchen Vorbehandlung. Weiter führt die neoadjuvante antihormonelle Therapie in der Regel zu einer Verkleinerung der Prostata von einem Drittel bis zur Hälfte. Ob durch eine neoadjuvante Therapie die Operation technisch erleichtert wird, darüber gibt es wenig befürwortende Stimmen in der mir zugänglichen Literatur. Weder die Komplikationsrate noch die Operationsdauer oder der Blutverlust würden durch eine Vorbehandlung verringert. Es bleibt die Hoffnung, dass eventuell vorhandene Mikrometastasen durch die neoadjuvante Behandlung erfolgreich bekämpft wurden. Aber auch da gibt es gegenteilige Meinungen, wenn man die Rezidivrate in den folgenden zwei Jahren nach der Operation als Maßstab nimmt.

Anders liegen die Dinge bei einer geplanten Strahlentherapie. Durch die Verkleinerung der Prostata kommt es nach Meinung der Fachleute zu einer deutlich geringeren Strahlenbelastung im umliegenden gesunden Gewebe (Blase und Rektum), die Nebenwirkungsrate sei geringer.

Verwendet wurden Auszüge aus einem Beitrag von Prof. Pummer, Österreich.

letzte Aktualisierung März 2008



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