Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Bestrahlen von Knochenmetastasen und Chemotherapie

21.2.2012

Die Bestrahlung markhaltiger Knochen beeinträchtigt die im Knochenmark stattfindende Blutbildung. Unter dem Einfluß der Bestrahlung bilden sich weniger weiße Blutkörperchen. Das wiederum schwächt die Immunabwehr des Körpers. Das Infektionsrisiko wächst.

Wenn dann noch eine Chemotherapie parallel durchgeführt wird, hemmt auch diese die Blutbildung. Der Experte spricht dann von fehlender Knochenmarksreserve. Ggf. kann deshalb durch die bei der Bestrahlung der Knochenmetastasen eingetretene/bereits erfolgte Vorschädigung des Knochenmarks die Chemotherapie nicht mehr oder nicht mehr in der erforderlichen Dosis verabreicht werden.

Denkbar wäre hier ein metronomischer Ansatz: Chemotherapie als Dauertherapie jedoch in kleineren Tagesdosierungen.

Frau Dr. Hellmis, Duisburg, hat auf dem NRW-Urologenkongress in 2009 berichtet, sie habe ihren vornehmlich älteren und geschwächten Patienten eine insgesamt geringere Dosis verabreicht und ggf. Therapiepausen eingelegt. Mehr dazu steht hier.

Ein neues Medikament, das Alpharadin, wird derzeit an 10 deutschen Kliniken klinisch getestet. Der folgende Beitrag enthält mehr Informationen
oder hier unter Alpharadin

Januar 2010/Aktualisiert im Feb. 2012


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