Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Dr. Ich - Der selbstbestimmte Patient

27.1.2010

Im gesetzlichen System bestimmen weder der Patient, noch sein Arzt über Art und Umfang der medizinischen Maßnahmen. Alle diesbezüglichen Entscheidungen werden vielmehr politisch und verwaltungstechnisch – derzeit vom Gemeinsamen Bundesausschuss – vorab getroffen.

Der zwangsversicherte Bürger muß die Vorentscheidung über seine Gesundheitsversorgung statt dessen praktisch wehrlos hinnehmen. Seine Einflussmöglichkeiten über Bundestags- oder Sozialwahlen auf dieses Gremium sind dermaßen homöopathisch verdünnt, dass sie faktisch irrelevant bleiben. Im Gesetz steht, jeder bekommt nur das gerade Erforderliche und Notwendige. Im Ergebnis legen also nicht Ärzte, sondern Politiker die Art und den Umfang der Behandlung fest.

Damit beherrscht plötzlich die Politik die Behandlung, nicht mehr Arzt und Patient. Ich als Patient finde das beängstigend. Ich meine: Die Versichertenkarte verkommt dadurch zum Bezugsschein, wie –daran kann ich mich noch erinnern- bei Lebensmitteln in der (Nach-)kriegszeit.

Und, überspitzt formuliert, es stellen sich nunmehr insbesondere staatshaftungsrechtlich bisher nicht gestellte Fragen. Denn in einem solchen System sind nicht mehr nur Ärzte berufen, "gute Medizin" zu erbringen. Vielmehr fällt auch in die Amtspflicht der Beamten innerhalb der Verwaltung, nicht nur die Finanzkontrolle sorgsam auszuüben, sondern eben auch der Patientengesundheit pflichtgemäß zu dienen. Verletzt ein Amtsträger hierbei seine Pflichten, stellt sich die Frage nach einer Arzthaftung auch des Staates.

Zwangsläufig stellt sich die Frage: Was kann ICH dagegen tun?
Meine Antwort ist mein Vortrag zum Thema: Dr. Ich – der selbstbestimmte Patient.

Mehr dazu hier in der Übersicht zu meinem Vortrag .

Januar 2010


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