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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Hirnmetastasen bei Prostatakrebs

27.1.2010

Hirnmetastasen beim Prostatakarzinom - Nicht mehr so selten wie angenommen…
so war es im SchweizMed Forum 2008;8(21):394–395 zu lesen. Dr. med. Rahel Angst, Ärztin für klinische Forschung, DIM, Onkologie/Hämatologie am Kantonsspital in CH-9007 St. Gallen berichtete.

Intrazerebrale Metastasen würden bei Prostatakarzinompatienten selten diagnostiziert. In Autopsieserien würde von einer Größenordnung von unter 5% berichtet. Typisch sei ein Intervall von vier Jahren zwischen Erstdiagnose und dem Auftreten der zerebralen Metastasen. Die Autorin berichtet von Fällen mit einer mittleren Latenz von 35 Monaten bis zum Auftreten von Hirnmetastasen beim Adenokarzinom der Prostata.

Unbehandelt würden die Patienten nach einem Monat sterben, nach einer Therapie mit hoch dosierten Steroiden und einer Radiotherapie liege das Überleben zwischen drei und sechs Monaten. Die Chemotherapie mit Docetaxel müsse bei Hirnmetastasen als ineffektiv beurteilt werden, allerdings seien die Kenntnisse über Pharmakokinetik und -dynamik im Falle von Gehirnmetastasen spärlich. Differentialdiagnostisch sollten bei neu auftretenden neurologischen Symptomen auch ossäre Metastasen in der Schädelbasis und eine Myelonkompression in Betracht gezogen werden.

Januar 2010


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