Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Kontrast bei MRT

27.7.2010

Kontrast bei MRT - Magnetresonanz-Tomografie

Die Magnetresonanz-Tomografie hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten diagnostischen Werkzeuge in der Medizin entwickelt. Jährlich werden weltweit mehrere Millionen MR-Untersuchungen durchgeführt. Dabei macht man sich den exzellenten Weichgewebekontrast der MRT zu Nutze. Durch geeignete Wahl der Messparameter ist es möglich unterschiedliche Bildkontraste (z.B. T1-, T2-, Protonendichte (PD)-, Magnetisierungstransfer (MT)-Wichtung) herzustellen. Die dabei gewonnenen Informationen der einzelnen Bildkontraste sind gerade hinsichtlich der Beurteilung pathologischer (krankhafter) Veränderungen hilfreich.

Bekanntlich besteht der menschliche Körper zum größten Teil aus Wasser, welches Wasserstoffatome enthält. Dadurch eignen sich Wasserstoffatomkerne besonders zur Messung, da sie in jedem Gewebe des Körpers vorkommen. Wasserstoffatomarmes Gewebe (z. B. Knochengewebe) wird nicht so deutlich dargestellt und erscheint dunkel, während sich Gewebe, welches reich an Wasserstoffatomen ist (z. B. Fettgewebe), hell zeigt. Oder einfach ausgedrückt:
Flüssigkeitsreiches Gewebe erscheint hell, flüssigkeitsarmes Gewebe erscheint dunkel. (ist im CT anders! Dort erscheint dichtes Gewebe wie die Knochen hell!)

In der Nachverarbeitung von dreidimensionalen MR-Datensätzen können dann gewichtete Darstellungen wie eine Art Landkarte hergestellt werden. Damit ist es möglich, krankheitsbedingte Änderungen festzustellen. Dabei nutzt man die Verwendung der Kombination von sowohl T1- (Flüssigkeiten werden dunkel dargestellt) als auch T2-(Flüssigkeiten werden hell dargestellt) gewichteten Datensätzen.

T1 gewichtete Spin-Echo-Sequenz
Bei einer T1 gewichteten Spin-Echo-Sequenz wird die Prostata homogen abgebildet, es können aber die einzelnen Bereiche in der Drüse nicht voneinander unterschieden werden. Diese Sequenz eignet sich gut, um viele pathologische Veränderungen in der Prostata zu zeigen. Anhand von T1 Bildern können auch die umliegenden Strukturen gut beurteilt werden.

T2 gewichtete Turbo-Spin-Echo-Sequenz
Um die inneren Strukturen der Prostata gut beurteilen zu können, werden Bilder mit einer T2 gewichteten Turbo-Spin-Echo-Sequenz angefertigt. Die Prostatakapsel wird als dünner Rand mit wenig Signalintensität dargestellt.

letzte Aktualisierung im Juli 2010 Kontrast bei MRT e% else %}



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