Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Transketolasen

08.2.2010

Es gibt in der menschlichen Erbsubstanz mehrere Transketolasen, aber nur für das TKTL-1 wurde eine Ueberexprimierung in Tumorgewebe gefunden und zwar in den Geweben, für die Warburg die Vergärung von Glucose beschrieben hat. Aus dieser Vergärung gewinnen Tumorzellen auch dann Energie, wenn die O2-Versorgung unterbrochen oder eingeschränkt ist. Dabei nehmen die Krebszellen das 20-30fache an Glucose im Vergleich zu gesunden nicht vergärenden Körperzellen auf.

Coy sagt: Zellen, die Glucose vergären, sind gegen die meisten Chemotherapeutica unempfindlich. Das entstehende Abbauprodukt Milchsäure zerstöre das umliegende Gewebe, was wiederum erleichtere das Ausbreiten der Tumorzellen. Dies erlaube die Schlußfolgerung, daß im Fall von Metastasen von TKTL1-positiven Zellen ausgegangen werden kann.

Fundstelle sind Papiere/Kopien und davon Auszüge aus einem Vortrag vom August 2008, der von einem Autor gehalten worden ist, dessen Namen in der Fundstelle mit NT-Kränzli angegeben ist.

In einer anderen Fundstelle war zu lesen:

Als letztes sei auf Untersuchungen zur Transketolase in der Krebsforschung hingewiesen. ....wurde nachgewiesen, dass die Tumorzellproliferation durch Oxithiamin in vivo zu über 90 % inhibiert werden kann. Aus dem stark erhöhten Bedarf an Zuckerbausteinen zur Nukleinsäuresynthese in Tumorzellen schlussfolgerten die Autoren, dass diesen Transketolase-katalysierten Schritten eine hohe Bedeutung beigemessen werden muss und empfahlen eine Thiamin-reduzierte klinische Behandlung von Krebspatienten als geeignete Therapiemethode.
Mehr Infos unter TKTL1 - Entdeckungsgeschichte, Coy

Februar 2010


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