Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Bestrahlung mit Protonen - Kritik

07.5.2011

Die Behauptung, mit Protonen, Cyberknife, Tomotherapie und der bildgeführten Strahlentherapie mit Linearbeschleuniger – werden alle Probleme gelöst und die Heilungsraten deutlich gesteigert, entbehrt der klinischen Grundlage. Vor allem bei den häufigen, von vielen Therapeuten mit modernen Techniken anvisierten Tumoren der Lunge und der Prostata sind die Probleme der Bewegungskompensation noch nicht ausreichend gelöst – oder die Ergebnisse mit einfacheren Techniken der Strahlentherapie bereits so gut, dass ein Nachweis der Überlegenheit deutlich teurerer Verfahren schwerlich gelingen wird.

Zitat von Prof. Dr. med. Frank Zimmermann Chefarzt Abt. Radioonkologie Universitätsspital Basel

...und ein urologischer Experte: ...die Protonentherapie ist keine leitliniengerechte Therapie und die Datenlage zur Protonentherapie beim Prostatakarzinom ist sehr dünn und die Ergebnisse nicht besser als bei einer guten externen Bestrahlung.

April 2011

Ihre Abfrage erzielte möglicherweise keinen genügende Anzahl an brauchbaren Treffern. Die nachfolgenden LINKS helfen Ihnen, Informationen zur Protonen-Therapie zu finden.

Protonen statt Photonen

Erfahrungen mit der Protonen-Therapie

Detailfragen zur Protonen-Therapie

Kritische Betrachtung

Vorteile der Protonen- und Schwerionenbestrahlung-Heidelberg

Probleme ?

Mai 2011

Ergänzung im August 2014: Dosiseskalation bei Protonenbestrahlung

Ein Experte (Strahlentherapeut)zu dem Ergebnis von Studien:

....Zwar wurde die Rate an gravierende Spätkomplikationen (Grad 3) durch Dosiseskalation nur leicht erhöht, jedoch traten vermehrt mässige Spätkomplikationen auf.

a) In der Protonen-Eskalationsstudie hatten 24% in der Hochdosisgruppe vs. 13% in der Standarddosisgruppe gastrointestinale Spätkomplikationen Grad 2.
b) In der 3D-Eskalationsstudie hatten 28% in der Hochdosisgruppe vs. 15% in der Standarddosisgruppe gastrointestinale Spätkomplikationen Grad 2.


Grad 2 bedeutet mehr als 5 Stuhlgänge pro Tag und leichte Blutungen, was meines Erachtens für viele Patienten nicht so einladend klingt.
Diese Komplikationsrate wurde durch die Dosiseskalation praktisch verdoppelt und trat bei einem Viertel der Patienten dann auf.

Hier sind die Aussagen der randomisierten Studien bislang zur Dosiseskalation Richtung 80 Gy (kurzgefasst):

1. Die Dosiseskalation verbessert die PSA-Rezidivfreiheit.
2. Ein Einfluss der Dosiseskalation aufs Gesamtüberleben konnte bislang nicht gezeigt werden.
3. Die Dosiseskalation führt zu verstärkten chronischen Nebenwirkugen Grad I bis II; die Rate an Grad III Nebenwirkungen bleibt gleich.

WDF, meine Meinung: Das würde ich mir nicht antun wollen! Ich lese daraus: Kein Überlebensvorteil, allenfalls Verbesserung des PSA-rezidivfreien Überlebens , jedoch jede Menge mehr an Nebenwirkungen!

August 2014 WDF


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