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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

AdVance-Transobturatorband

18.2.2012

AdVance-Transobturatorband

Harninkontinenz ist ein zentrales Problem der radikalen Prostatektomie. Es gibt zwischen 5–15% Männer, die nach einer RRP gering bis mäßig inkontinent sind. Das gilt vor allem, wenn man auch diejenigen Männer mit einer geringgradigen Harninkontinenz dazurechnet.

Der künstliche Sphinkter ist eher nur für jene Männer geeignet, die keine Restfunktion des Sphinkters mehr haben (6–10 Einlagen/Tag). siehe Probleme mit dem Spinkter

Das Transobturatorband, auch Transobturatorschlinge (TOS) genannt, ist eine Methode zur Behandlung geringgradiger bis mäßiger Inkontinenz bei Männern. Mit dem Transobturatorband wird die normale Anatomie des männlichen Harnapparates wieder hergestellt.

Voraussetzung für die Behandlung der Harninkontinenz mit der Transobturatorschlinge ist eine Restfunktion des Schließmuskels.

Diese Methode funktioniert nicht überzeugend bei Karzinompatienten mit zusätzlicher Beckenbestrahlung; wegen der Gewebsatrophie. Problematisch sind auch Männer nach Behandlung mit Bulking Agents und nach erfolgloser Stammzellentherapie. Die Harnröhre ist in diesen Fällen vernarbt und weniger mobil.

D.h. Die Operation mit dem AdVance-Transobturatorband macht nur Sinn bei Patienten mit einer Restfunktion des Schließmuskels und einer vorliegenden Hypermobilität der Harnröhre

Februar 2010


Schlagwörter:

Advance-Band, Inkontinenz

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