Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

ASAP

18.5.2011

= atypical small acinar proliferation

Darunter versteht man eine atypische mikroazinäre Läsion, die zwar verdächtig, aber nicht beweisend für ein Prostatakarzinom ist. Für den Urologen bedeutet ASAP die Rebiopsie, unter den Pathologen ist dieser Begriff nicht unumstritten, denn ASAP umschreibt nichts anderes als eine diagnostische Unsicherheit unter dem Deckmantel einer Diagnose. In anerkannten Referenzzentren wird ASAP in weniger als 5% der Stanzbiopsien diagnostiziert.

Lt. Prof. Bonkhoff, Referenzpathologe aus Berlin, beruhen viele Fehldiagnosen oder falsch-negative Befunde in der histopathologischen Diagnose des Prostatakarzinoms auf einer schlechten Schnittqualität oder Fixierungsartefakten, denen auch der Referenzpathologe manchmal hilflos gegenübersteht. Falls keine eindeutige Klärung möglich ist, erfordert der Befund eine Rebiopsie. In 20-50% der Fälle findet sich nämlich in der Folgebiopsie ein zweifelsfreies Karzinom. Empfohlen werden drei Stanzbiopsien aus der Region, in der ASAP ursprünglich diagnostiziert wurde sowie zwei weitere Stanzen aus den angrenzenden Regionen.


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