Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Krebsvorsorge mit B17

03.7.2010

Soweit keine Quelle angegeben ist, sind die Texte auszugsweise zusammengestellt von verschiedenen Internetquellen, dem BPS-Magazin und BPS-Forum (Mitteilungsorgan des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.), Werbeschriften und Dokumentationen von einschlägigen Unternehmen und Institutionen, eigenen Aufzeichnungen anläßlich von Besuchen auf urologischen Kongressen und Symposien, Seminaren und Vorträgen von Referentenvorträgen vor unserer Selbsthilfegruppe in Bielefeld und anschließend weitgehend laienverständlich aufbereitet, soweit ich dazu als medizinischer Laie in der Lage bin.

Vorweg:

Krebsvorsorge mit B17 halte ich für blanken Unsinn.
Und es gibt kein Vitamin B17, das ist eine Fehlbezeichnung. B17 ist vielmehr ein Molekül, welches im Körper Blausäure freisetzt.

Die Frage ist: Kann man damit Krebs bekämpfen?


Ixh habe auf einem urologischen Symposium Bruchteile eines Expertengespräches zum Thema B17 notiert:
In einer Studie hat man die Wirkung von B17 auf Krebs untersucht. Die ist allerdings schon ein paar Jahre alt (1982). In dieser Studie hat man gefunden: Keine Verbesserung der Tumorerkrankung, d.h. die Patienten haben nicht länger gelebt, aber in der Studie hatten Patienten eine Blausäurevergiftung. Das sei letztendlich levebsgefährlich. In den USA wurde B17 daraufhin verboten.

In DEutschland ist B17 in den letzten Jahren wieder populär geworden. Darufhin wurden die folgenden Nebenwirkungen einer B17 Therapie veröffentlicht:
- Erbrechen
- Lebensgefährliche Übersäuerung
- Koma
- Lungenödem (da bekommt man keine Luft!!!)
- die weißen Blutkörperchen verschwinden
- Krämpfe

Deshalb ganz vorsichtig damit umgehen, wenn überhaupt.

B17 wird auch als Aprikosenkerne verkauft, angeblich soll es dann harmlos sein. Da sind sich die Wissenschaftlich nicht ganz sicher. Denn man kann mit einer hohen Dosis von Aprikosenkernen durchaus auch schwere Nebenwirkungen erleiden.

23.11.2016 W.D. Frost

Weitere Ergänzung:
Vorsicht vor Amygdalin, Laetril oder "Vitamin B17": Gefährliche Blausäurevergiftung möglich

 

krebsinformationsdienst@dkfz.de

 

Bitte beachten Sie:
Diese Nachricht ist bereits älter als 90 Tage.

 

16. Dezember 2014

 

Erneut hat ein Krebspatient durch die Behandlung mit Amygdalin eine Blausäure-Vergiftung erlitten und musste in einer Klinik behandelt werden.
Amygdalin wird seit langem zur Krebstherapie beworben, oft unter dem Phantasienamen "Vitamin B17". Produkte, die Amygdalin oder das chemisch verwandte Laetril(e) enthalten, haben jedoch weder in Deutschland noch in der Europäischen Union eine Zulassung als Arzneimittel. Auch als Nahrungsergänzungsmittel sind sie weitgehend illegal. In der Krebstherapie hat Amygdalin keinen Stellenwert, denn: Für eine Wirksamkeit gegen Krebs gibt es keinerlei wissenschaftliche Belege.

 

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft weist aus aktuellem Anlass ausdrücklich darauf hin, dass Amygdalin vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte als bedenklich eingestuft wird. Von der Anwendung Amygdalin-haltiger Produkte und Arzneimittel raten die Behörden entschieden ab. Die Warnung der Experten gilt auch für größere Mengen bitterer Aprikosenkerne, die findige Anbieter inzwischen als Ersatz anpreisen: Davon sollten Erwachsene nicht mehr als ein oder zwei pro Tag verzehren, so das Bundesinstitut für Risikobewertung. Besser ist es, ganz darauf zu verzichten.

aus dem Internet, 25.11.2016 WDF

Und noch eine Ergänzung/ein Warnhinweis:

 

26. Januar 2015

Weltweit wächst das Patienteninteresse für alternative und ergänzende Verfahren zur sogenannten Schulmedizin. Insbesondere im onkologischen Sektor erfreuen sich alternative Methoden großer Beliebtheit. Allerdings birgt das Begehren auch beträchtliche Risiken.

Nach der oralen Verabreichung eines Amygdalin-Präparats endete der alternative Ansatz bei einem vierjährigen Jungen jäh mit einer Blausäure-Vergiftung. Die Gabe des Antidots Natriumthiosulfat führte rasch zu einer Besserung, sodass der Junge nach zweitägiger stationärer Behandlung wieder entlassen werden konnte. Nach mehrfachen Rezidiven eines anaplastischen Ependymoms (WHO Grad III) war das erkrankte Kind in der palliativen Situation mit Amygdalin behandelt worden. Amygdalin ist ein toxischer Inhaltsstoff zahlreicher Kerne von Steinfrüchten und wird unter dem irreführenden Namen „Vitamin B17“ angeboten – es handelt sich bei Amygdalin nämlich keineswegs um eine lebenswichtige Substanz. Unter enzymatischer Spaltung durch Bakterien im GI-Trakt wird lebensgefährlicher Cyanwasserstoff freigesetzthttp://vg01.met.vgwort.de/na/046bfedd153b413fa9af48808b578520.

aus dem Internet 25.11.2016 WDF

 

 

 

 



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