Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Onkologievereinbarung

17.8.2010

Das Argument Qualitätssicherung und das Zusammenwirken von Gesetzgeber und Krankenkassen hat nach der Aufkündigung der bisherigen Onkologievereinbarung nunmehr dazu geführt, dass nach einer Übergangsfrost bis 31.12.2010 de facto alle Organ-Onkologen, also auch unsere Urologen, aus der onkologischen Versorgung ausgeschloessen sein werden. Es sei denn, sie erfüllen durch Praxiszusammenschlüsse die in den neuen Onkologievereinbarungen sehr hoch gesetzten onkologischen Behandlungszahlen; in Stadtgebieten möglicherweise erfüllbar, in der Fläche aber wohl kaum.

Im Klartext: Die fächendeckende wohortnahe Versorgung von Patienten mit Prostatakrebs im Bereich onkologischer Therapien wird Ende des Jahres 2010 beendet sein. Ausweg: Entweder weite Wege zu einer der größeren urologischen Praxen oder zur nächsten Klinikambulanz oder aber zu einer hämato-onkologischen Praxis, die aber möglicherweise kaum bei Prostatakrebs so erfahren sein dürften, wie unser derzeitige Uro-Onkologe.

Und was tun wir dagegen? Oder sollte ich besser fragen: Können wir überhaupt etwas dagegen tun?

(WDF im Juli 2010)


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