Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
E-Mail: info@prostata-sh.info

PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Komorbidität

27.7.2010

Als Komorbidität wird in der Medizin ein zusätzlich zu einer Grunderkrankung -hier jetzt zusätzlich zum Prostatakarzinom- vorliegendes, diagnostisch abgrenzbares Krankheitsbild bezeichnet. Komorbiditäten können, müssen aber nicht – im Sinne einer Folgeerkrankung – ursächlich mit der Grunderkrankung, man nennt sie auch Indexerkrankung, zusammenhängen.

Ganz locker kann man auch sagen: Wer Flöhe hat, der kann auch Läuse haben!

Schwierig ist es hinsichtlich der Komobiditäten festzustellen: Welche der "zusätzlichen" Befunde sind Symptome des Prostatakarzinoms und welche müssen den zusätzlichen Krankheiten zugeordnet werden.

Je älter wir werden, um so häufiger tritt Multimorbidität auf. Unter Multimorbidität oder Polymorbidität (lat. Mehrfacherkrankung) versteht man das gleichzeitige Bestehen mehrerer Krankheiten bei einer einzelnen Person.

Ein älterer Mensch ist zunächst mal ein biologisch älterer Mensch mit all seinen altersbedingten Funktionseinschränkungen und der Neigung zur Multimorbidität. Ab dem 80. Lebensjahr hat jeder zweite Mann statistisch gesehen mindestens zwei chronische Erkrankungen.

Mit zunehmender Komorbidität steigt die Wahrscheinlichkeit eines PCa-Patienten, an den Begleiterkrankungen und nicht am Tumor zu versterben.

letzte Ergänzung im Juli 2010


Schlagwörter:


Zurück