Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Intervention bei PSA- Anstieg nach lokaler Strahlentherapie bei Knochenmetastasen

31.7.2010

PSA bei Knochenmetastasen ist prognostisch und nach der Bestrahlung z.B. der LWS-Metastasen hinsichtlich der noch vorhandenen Tumorlast nicht mehr als zuverlässig. Natürlich haben wir Betroffenen nach einer Metastasenbestrahlung die Hoffnung, über den PSA-Wert zu erfahren, ob und vor allem wann eine weitere Intervention per Hormontherapie oder Chemotherapie nutzbringend eingeleitet werden soll. Wenngleich ein Überlebensgewinn auch nicht erwartet werden kann, geht es doch darum, sich selbst keinen Vorwurf machen zu müssen, möglichst alle medizinischen Möglichkeiten auszuschöpfen, die Tumorlast zu senken. Unsere Betroffenendenkweise ist, es sei besser, eine Interventionsentscheidung im niedrigen PSA-Bereich zu treffen und nicht erst warten, bis PSA hoch ist.

Unsere Fachleute, sprich Urologen und Radiologen bezweifeln die Sinnhaftigkeit einer solchen Fragestellung und eines solchen Denken und Handelns, denn es bestünde in der geschilderten Situation ohnehin keine kurative Chance mehr. Wenn der Betroffene möglichst früh intervenieren möchte, müsse er letztlich alle 3 Monate ein MRT anfertigen lassen, um seinen Krankheitsstatus zu erfahren.
Der Strahlenexperte im BPS-Forum:

Tatsächlich macht es nichts aus, ob man 3 Monate früher oder später interveniert. Ob man die nächste Hormontherapie oder Chemotherapie bei einem PSA-Wert von 0,8 oder 1,5 einleitet, wird keine Rolle spielen. Sie werden genauso lange leben, egal ob Sie bei 0,8 oder 1,5 zu einer Therapie greifen.

Juli 2010



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