Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Alternative ergänzende Therapien

03.8.2010

Es steht zu befürchten, dass viele bei verzweifelten und gutgläubigen Patienten in Umlauf befindliche Informationen über Wirksamkeit, Heilerfolge und vor allem über beweisende Studien nicht im Geringsten den heutigen Ansprüchen an wissenschaftliche Methoden entsprechen. Dabei möchte ich keinesfalls übersehen, dass Wirkungen vorhanden sind. Aber sind das auch wirklich heilende Wirkungen oder ist es nur so eine Art Placebo-Effekt?

Natürlich liegt das auch daran, dass in der Pharmaindustrie mit Substanzen wie MCP, Curcuma, Granatapfelsaft, Vitamin C und vielen anderen nicht das große Geld zu verdienen ist. Also steht auch kein Geld für wissenschaftlich saubere Studien zur Verfügung. Und wenn dann dennoch eine Studie gemacht wurde, ist bald schon eine andere Studie in der Lage, das Gegenteil zu beweisen. Eben, weil von vornherein nicht wissenschaftlich gründlich gearbeitet wurde, aus welchem Grund auch immer.

Sind Studien aber eben nicht sauber wissenschaftlich fundiert, dann werden z.B. auch nicht die Nebenwirkungen erfasst, z.B. die schädlichen Nebenwirkungen. Dabei weiß doch jeder: Das, was therapeutisch eine Wirkung hat, das hat auch eine Nebenwirkung; z.B. eine Kreuzreaktion wie bei Vitamin C und Chemotherapie.

Schlimm ist nur, dass solche Substanzen von den verzweifelten Menschen unkritisch eingenommen werden (vielleicht hilft es ja doch),weil den Mittelchen (so nenne ich diese Substanzen) durch Mund-zu-Mund-Propaganda großartige Wirkungen gegen Krebs zugeschrieben werden und so den Leuten mit falschen Hoffnungen das Geld aus der Tasche gezogen wird.

Prof. Heidenreich, Aachen:Es gibt keine spezifischen Mittel, um Prostata-Abwehrkräfte zu stimulieren. Es besteht die Möglichkeit, das Immunsystem durch die Gabe geeigneter Mittel zu stärken. Juli 2010

Ergänzung

Alternativmedizin

Die Begrifflichkeiten zur Komplementär- und Alternativmedizin sind uneinheitlich definiert – im englischsprachigen Raum haben sie immerhin die Abkürzung CAM (Complementary and Alternative Medicine) für sich beanspruchen können. Ihre Inhalte erfreuen sich jedoch trotz spärlicher Studienlage wachsender Beliebtheit. Disziplinen wie die sogenannte Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Ayurveda oder die Homöopathie stellen längst keine Randerscheinung mehr dar, sondern sind in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit getreten.

In Europa befasst sich längst jeder zweite Bürger mit alternativmedizinischen Angeboten. Nach Angaben des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) sind die Deutschen bei der Inanspruchnahme sogar der europäische Spitzenreiter. Wolfhard D. Frost: Es heißt: Die Bürger sind der Motor für CAM. Das kann ich bei Gesprächen in der SElbsthilfegruppe seit langem beobachten. Auch die Telefonate und EMails zum Thema Alternativmedizin bei Prostatakrebs drängen förmlich den Wunsch der betroffenen Personen nach Alternativmedizin auf.
Selten sprechen Patienten mit ihren Ärzten darüber, ob sie oder was sie an alternativen Zusatzstoffen, ich nenne sie gelegentlich auch Mittelchen, zu sich nehmen. Ich glaube auch, uns behandelnde Ärtze faregn ebenso selten danach. In meinen Gesprächen stelle ich immer wieder ferstg, dass sich die krebskranken Männer selten wenn überhaupt  darüber informieren, welche Wechselwirkungen entstehen, wenn Schulmedizin und Alternativmedizin parallel angewendet werden"

Das Dickicht alterndetaillierte Informationen zu zahlreichen alternativer Verheißungen zu lichetn düfte schwer sein, sind es doch eine Unmenge an Vitaminen, Mineralstoffen, Enzymen und Heilpflanzen. Und bedauerlicherweise hat sich eine vor Jahren gebildete Arbeitsgruppe wohl mehr den komplementären Therapien verschrieben und läßt Patienten, die alternative Wege gehen wollen, allein.

Einig ist man sich unter Experten, Alternative Therapien sollten in der Onmkologie nicht an Stelle konventioneller Therapien eingesetzt werden. Es gibt Untersuchungen bei an Brustkrebs erkrankten Frauen bei denen im Vergleich zur Standardtherapie unter alternativmedizinischer Behandlung ein signifikanter Anstieg des Rezidiv-Risikos sowie der Mortalität beobachten war.

aus dem Internet 25.11.2016 WDF



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