Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
E-Mail: info@prostata-sh.info

PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Welche Werte zeigen, dass man an Prostatakrebs mit Metastasen stirbt?

31.8.2010

Verständlich diese Abfrage im August 2010. Diese Frage kann und wird kein Arzt beantworten können und auch nicht wollen. Natürlich gibt es eine Reihe von Parametern, die anzeigen, es geht zu Ende. Ob dass aber im direkten Zusammenhang mit einer Metastasierung zu beurteilen ist oder, wie hier gefragt, eine Metastasierung die Ursache ist, dass ist mehr als fraglich. Todesursachen nach langer Krebskrankheit wie Prostatakrebs sind eher multifaktorell, haben multiple Ursachen, z.B. multiples Organversagen.

Wenn diese Abfrage darauf abzielt, frühzeitig schon bei Diagnose/Detektion von Metastasen zu erkennen, dass das lebensbedrohlich ist, hat etwas nicht berücksichtigt: Viele Männer mit Prostatakrebs haben Metastasen, sterben aber nicht daran. Kein Marker sei er auch noch so hoch oder ungünstig, schließt aus, dass der Betreffende nicht doch noch durch die richtige Therapie das Metastasenwachstum überwinden oder eindämmen kann und weiterleben kann. Nur ca. 3 Prozent der Männer mit Prostatakrebs sterben an dem Prostatakrebs, die anderen versterben mit dem Krebs, nicht an ihm. Und wenn Sie so wollen, dann ist "Leben" ohnehin und in jedem Fall lebensgefährlich, denn keiner bleibt, alle sterben auch ohne Krebs und ohne das Vorhandensein von Metastasen.

Deshalb hier die Antwort: Ihre Frage kann nicht beantwortet werden.

Im übrigen: Ich möchte das mit der Bedrohlichkeit von Metastasenwerten, die zum Tode führen, für mich gar nicht wissen. Ich möchte vielmehr wissen, auf welche Werte ich zu achten habe, damit ich möglichst noch lange auf dieser schönen Welt bleiben darf, möchte wissen, mit welcher Therapie ich für mich "gute" Werte erreichen kann und werde versuchen und mich anstrengen, um das zu erreichen. Tun Sie desgleichen.

August 2010


Schlagwörter:


Zurück