Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
E-Mail: info@prostata-sh.info

PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Antiandrogen-Withdrawal-Syndrom

02.9.2010

Durch das Absetzen des Antiandrogens bei Patienten, die unter maximaler Androgenblockade steigende PSA-Werte haben, kann ein Abfall des PSA-Wertes für 3 bis 5 Monate erreicht werden. Dieser Effekt wird als Antiandrogen-Entzugs-Syndrom bzw. Antiandrogen-Withdrawal-Syndrom bezeichnet.

Dieser Antiandrogen-Rückgangs-Effekt wurde erstmals bei der Therapie von Patienten unter Flutamis beobachtet. Wissenschaftlich richtig geklärt ist der Vorgang wohl noch nicht. Vermutet wird, dass nichtsteroidale Antiandrogene eine stimulierende Wirkung auf mutierte Androgenrezeptoren in den Prostatakrebszellen haben.

Berichtet wird, der Abfall des PSA bei einer Rücknahme von Bicalutamid erfolgt langsamer als bei einer vorherigen Therapie mit Flutamid. Vermutet wird, dass dies mit der wesentlich längeren Halbwertzeit von Bicalutamid zusammenhängt.

Unter der Therapie des steroidalen Antiandrogens Cyproteronacetat sank in einer Studie bei 5 von 12 Patienten der PSA-Wert im Median für 12 Wochen, bei 4 von den Patienten übertraf der PSA-Rückgang 50 Prozent.

September 2010 WDF


Schlagwörter:


Zurück