Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Idiopathisches Urogenitalsyndrom des Mannes

11.9.2010

Grundsätzlich findet man dazu Informationen unter Prostadynie oder chronische Prostatitis . Diese beiden Begriffe treffen aber nicht ganz, denn sie stellen beide auf organische Probleme ab.

idiopathisches Urogenitalsyndrom meint ein Leiden, dessen Schmerz-Ursache diffus sind, nicht fassbar, nicht genau definierbar.

Das (psycho-)vegetative Urogenitalsyndrom des Mannes (Synonyme: chronische Prostatitis, "Prostataneurose") ist charakterisiert durch eine Vielfalt von Symptomen: wiederholter Harndrang, Schmerzen in der Leistengegend, in der Blase, am Glied, an den Hoden, Kreuz- und Rückenschmerzen, Startverzögerung beim Wasserlassen, Jucken und Kitzeln in der Harnröhre, Schmerzen beim Wasserlassen, Brennen in der Harnröhre nach dem Wasserlassen, häufiges nächtliches Aufstehen wegen Harndrang.

Die "chronische Prostatitis" ist die häufigste psychosomatische Störung in der Urologie. Viele Betroffene haben keine Entzündungszeichen. Bei rund der Hälfte der Betroffenen fehlen infektiologisch-bakterielle Befunde, was auf die Bedeutung psychischer Faktoren hinweist. Bei mehr als der Hälfte der Betroffenen treten auch funktionelle Sexualstörungen auf: Libidomangel, Erektionsstörungen, schmerzhafte Ejakulation, verfrührte Ejakulation u.a. Die mir vorliegenden Unterlagen sagen: 30-50% der Störungen in der Urologie sind psychosomatisch mitbedingt.

September 2010


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