Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Dasatinib

17.3.2011

In den Unikliniken Ulm und Düsseldorf (nur die sind mir bekannt, d.h. nicht, dass es nicht an anderen Kliniken auch möglich sein kann) läuft derzeit eine randomisierte doppelblinde Phase III Studie zum Vergleich von von Docetaxel in Kombination mit Dasatinib und Docetaxel in Kombination mit Placebo bei kastrationsresistentem Prostatakarzinom.

Ziel ist es, die Wirksamkeit der Docetaxel-Therapie durch die Kombination mit Dasatinib zu verbessern. Eine vorherige Chemotherapie darf noch nicht erfolgt sein. Eine mögliche vorherige Hormontherapie (antiandrogene Therapie) muss mind. 4 Wochen vorher beendet sein.

Dasatinib greift als sogenannter Thyrosin-Kinase-Rezeptor-Hemmer unmittelbar in den Stoffwechsel der Prostatakarzinomzelle ein und hemmt die Vermehrung wie auch die Gefäßneubildung. Dem Vernehmen nach soll sich auch die Knochenstabilität verbessern.

Die Chemotherapie (Docetaxel) wird alle 3 Wochen verabreicht über einen Gesamtzeitraum von insgesamt 10 Zyklen, dass entspricht 30 Wochen. Dasatinib ist eine Tablette, die zweimal am Tag verabreicht wird.

Dasatinib fand bisher Verwendung bei der Behandlung von bestimmten Formen von Leukämie, die auf das Medikament Imatinib nicht mehr reagierten. In Wikipedia wird von folgenden Nebenwirkungen berichtet:
häufiger vorkommende sind Kopfschmerz, Durchfall, Übelkeit, Müdigkeit, Hautausschläge, Ödeme, Atemnot, Pleuraergüsse, Pilzerkrankungen und Gelenkschmerzen. Wesentlich seltener sind: Appetitlosigkeit, Lungenentzündung und Darmblutungen. Sehr selten sind: Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Lungenödeme, Herzödeme, erhöhte Leber- und Kreatininwerte sowie Kalziummangel.

Prof. Neil Shah, USA:"Je früher die Patienten mit Dasatinib behandelt werden, desto besser scheint das Ansprechen und desto geringer scheinen die Nebenwirkungen zu sein".

Ergänzung
Dasatinib wird derzeit in einer PhaseIIIStudie u.a. in deutschen Kliniken in Kombination mit Docetaxel geprüft. Vorab wurde bekannt, die häufugsten Nebenwirkungen seien Anämie, Durchfall, Übelkeit und Fatigue.

Oktober 2010
letzte Aktalisierung im März 2011


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