Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Fallbeispiel Bei Rezidiv soll die Therapie gewechselt werden

11.10.2010

Fakten:

nach radikaler Prostata OP im Jan. 2004 mit anschließender Antiandrogenbehandlung Wiederanstieg des aktuellen PSA Werte auf 1,9 ng/ml. Jetzt soll kurzfristig eine Strahlenbehandlung eingeleitet werden. Ab sofort soll eine neue Therapie mit dem Antiandrogen Cyproteronacetat-DRY 50 mg sowie Profact Depot als 3-Monatsimplantat erfolgen. Ich finde das alles etwas viel auf einmal und bin sehr verunsichert.

Expertenrat (f.s. im Februar 2006)

ich würde an Ihrer Stelle erst einmal keine Hormontherapie nehmen, solange nicht klar ist, wo das Problem liegt!!

PSA 1.9 nach OP + HB nach so kurzer Zeit ist schon heftig, da liegt möglicher Weise ein systemisches Problem vor.

VOR jeglicher weiterer Therapieentscheidung würde ich eine PET/CT Untersuchung machen lassen, um zwischen Lokalrezidiv, LK und potentiellen Knochenmetastasen zu unterscheiden.

Erst DANN würde ich ein Therapiekonzept festlegen, ggf. vorher das OP-Präparat noch nachbegutachten und zusätzliche Marker (bcl2, ar, neuroendokrin) bestimmen lassen.

Die geplante Bestrahlung der Prostataloge würde wahrscheinlich Ihnen so wie geplant nicht helfen.

letzte Aktualisierung im Oktober 2010


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