Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

AP-Wert

11.11.2010

...alkalische Phosphatase

Die alkalische Phosphatase (AP) ist ein Enzym, das sowohl in der Leber als auch in den Knochen produziert und in das Blut abgegeben wird

Angaben über die histochemisch nachweisbare alkalische Phosphatase in der Prostata liegen nur sehr spärlich im Schrifttum vor. Die alkalische Phosphatase befindet sich in der Prostata hauptsächlich in den Capillarwänden, geringe Mengen auch im Drüsenepithel. Das Karcinomgewebe erwies sich stets als negativ (Aus dem Pathologischen Institut der Universität Göttingen (Direktor: Prof. Dr. Feyerter. 1953).

Prof. Ben Pfeiffer: Die Phytotherapie mit ihrem nachgewiesenen Einfluß auf die Tumormasse (Verringerung des Tumorvolumens)) verändert die Serumenzyme GOT, GPT, gGT, alkalische Phosphatase sowie Bilirubin wie auch Kreatinin- und Harnstoffwerte nicht.

Univ.-Doz. Dr. W. Albrecht: Bei M1-Patienten sind regelmäßig Hämoglobin, Kreatinin und die alkalische Phosphatase zu bestimmen.

Ursachen für erhöhte Werte Die Konzentration der alkalischen Phosphatase kann unter anderem bei folgenden Erkrankungen bzw. in folgenden Situationen erhöht sein:

• Gelbsucht, die auf einen Verschluss der kleinen Gallenwege innerhalb der Leber zurückzuführen ist (Verschlussikterus)
• Leberzirrhose, die auf der Vermehrung funktionslosen Bindegewebes in den kleinen Gallenwegen der Leber beruht (biliäre Zirrhose)
• Leberkarzinom ("Leberkrebs")
• Knochentumoren ("Knochenkrebs")
• Absiedlungen von Tochtergeschwülsten (Metastasen) verschiedener Krebsarten in den Knochen, z.B. bei Prostatakrebs
• Osteomalazie (sogen. Knochenerweichung)
• Überfunktion der Nebenschilddrüsen (Hyperparathyreoidismus)
• Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
• Akromegalie
• Sarkoidose
• eingeschränkte Nierenfunktion

Die Einnahme von Medikamenten, z. B. Antiepileptika, Allopurinol, Verapamil, einige Antibiotika können den AP-Wert verändern.

Grundsätzlich sollten alle Patienten mit Symptomen und auch solche ohne Symptome mit komplikationsträchtiger Lokalisation des Knochenbefalls therapiert werden. Die Häufigkeit und Dauer weiterer Zyklen richtet sich wiederum nach Symptomen, Krankheitsaktivität und der bereits verabfolgten Bisphosphonat-Dosis. Da sich die Bisphosphonate in den Arealen des erhöhten Knochenumbaus anreichern, kommt es häufig zu längeren Remissionen. Eine erneute Therapie nach einem Wiederanstieg der Aktivitätsparameter kann in gleicher Weise wie zu Beginn erfolgen, nach Etidronsäure-Therapie vorzugsweise mit einem potenteren Bisphosphonat. Patienten mit sehr stark erhöhter alkalischer Phosphatase haben häufiger Rückfälle.

aktualisiert im NOvember 2010


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