Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Zometa und Kiefernekrosen

15.11.2010

Gegen Parodontose und Osteonekrose

Teriparatid, ähnlich dem Parathormon, kann die Knochenbildung stimulieren. Ein mögliches neues Einsatzgebiet ist eine schwere Parodontose, wie eine Pilotstudie auf der Jahrestagung 2010 der American Society for Bone and Mineral Research in Toronto zeigt. Auf der Veranstaltung wurde auch über die erfolgreiche Behandlung einer bisphosphonat-induzierten Osteonekrose des Kiefers berichtet.

Das gentechnisch hergestellte Teriparatid stimuliert die knochenbildenden Osteoblasten und ist in Deutschland seit 2003 als Forsteo® zugelassen zur Behandlung der schweren Osteoporose. Der Hersteller ist Lilly Pharma. Die Zahnmediziner sind vom Erfolg der Therapie angetan, zumal keine schweren Nebenwirkungen der Therapie beobachtet wurden. Ein Einsatzgebiet könnten nämlich Osteonekrosen des Kiefers sein, die bei Krebspatienten beispielsweise im Rahmen einer Therapie mit Bisphosphonaten oder Denosumab auftreten.

Doch Vorsicht! Berichtet wurde, bei Krebspatienten mit Osteonekrose könnte die Therapie riskant sein, da ein beschleunigtes Wachstum von Knochenmetastasen nicht auszuschließen sei. Weitere Einschränkungen bestünden bei Strahlentherapie des Skeletts, Hyperkalzämie, erhöhter alkalische Phosphatase und Niereninsuffizienz. Studien hierzu sind nicht bekannt.

Text ursprünglich aus 2010 aus der Ärztezeitung, aktuell textlich aufbereitet für die PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs in Bielefeld durch WDF im November 2015.



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