Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Ganzkörper-MR-PET

03.3.2011

Das MRT-Verfahren kommt ohne Röntgenstrahlen aus und basiert - vereinfacht gesagt - auf dem Verhalten der Wasserstoffatome in einem sehr starken Magnetfeld. Mit der Methode lassen sich Organe und Weichteilgewebe im Körper sehr gut im Detail darstellen. Im MRT lassen sich Krebsgeschwülste sehr genau nachweisen.

Wichtig ist aber auch Genaueres über die biologischen Aktivität der gefundenen Tumore zu wissen. Man möchte sehen, wo sich der Stoffwechsel auf Grund eines Tumors verändert oder ob sich die Stoffwechselaktivität während einer Chemotherapie im Tumor zurückbildet, ohne dass dies bereits in der Struktur des Tumors zu erkennen ist. Hierzu wurde die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) entwickelt. Der Patient erhält dabei ein schwach radioaktiv markiertes KOntrast-Mittel; bei vielen Krebserkrankungen ist es beispielsweise ein radioaktiv markierter Zucker. Über die Verteilung dieser - je nach Untersuchung unterschiedlichen - Substanzen im Körper können speziell diejenigen Stellen sichtbar gemacht werden, die über einen besonders aktiven Stoffwechsel verfügen, wie z.B. ein Entzündungsherd oder ein bösartiger Tumor. Je nachdem, wie sich der Tumor feingeweblich zusammensetzt, können auch sehr kleine Tumoren erkannt und zugeordnet werden.

Durch die kombinierte MR/PET Technologie lassen sich verschiedene krebsrelevante Diagnosen früher und genauer stellen.

Ansprechpartner für nähere Informationen Universitätsklinikum Tübingen Department für Radiologie Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie Prof. Dr. Claus D. Claussen Hoppe-Seyler-Str. 3, 72076 Tübingen Tel. 07071/29-8 20 87, Fax 07071/29-58 45

März 2011

 

Ergänzung 2014

PET/CT kommt hauptsächlich bei der Rezidivdiagnostik zum Einsatz. Aber das wandelt sich: PET und PET/CT mit 11C und mit 18F Cholin wird zunehmend auch zur Primärdiagnostik eingesetzt. Eine Weiterentwicklung ist der Einsatz des prostataspezifischen Membranantigens (PSMA) mit einer 68Gallium Markierung. Die multiparametrische MRT(mpMRT) hat eine hohe diagnostische Aussagekraft bei Patienten mit erhöhtem oder weiter ansteigendem PSA-Wert. Ein Experte: Die Kombination anatomischer, funktioneller und molekularer Informationen mittels PET/MRT zeigt Vorteile sowohl gegenüber der reinen MRT als auch der PET/CT.

Quelle: Röthke und andere: Potential of PET/MRI for diagnosis od prostate cancer.. Radiologe 2013,53(8):676-81

März 2014 WDF


Schlagwörter:

PET, PET/MRT, mpMRT

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