Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

PSA-Wert nach RPE

01.3.2012

Zu erwartende PSA-Werte nach einer RP:
Wegen der Halbwertzeit von 3,2 Tagen sollte PSA spätestens 6 Wochen nach radikaler OP unterhalb der Nachweisgrenze liegen oder es ist noch Tumormasse zurückgeblieben.

D. heißt: der Verlauf der PSA-Werte kontrollieren um den Tiefstwert nach der OP zu wissen. Spätestens sechs Wochen nach einer erfolgreichen RP sollte PSA bei Null oder wenigstens sehr nahe bei Null liegen und stabil sein.

Weiter geht es um das Abschätzen ob und wenn ja wieviel Tumor ggf. zurückgeblieben ist. Ein Vorhandensein von PSA im Blut nach einer RP zeigt an, dass es nicht gelungen ist, den Tumor vollständig zu entfernen. Das Wiederauftreten von PSA zu einem späteren Zeitpunkt weist auf ein mögliches Tumorrezidiv hin.

Ausnahmen hiervon sind Fälle, wo bei einseitiger oder beidseitiger Nerverhaltung oder laparoskopischen Eingriffen gutartiges Gewebe zurückgeblieben ist. Bei solchen Patienten ist noch PSA feststellbar, wenn auch in sehr geringer Konzentration.

Die laufende Kontrolle des PSA-Wertes nach einer RPE erlaubt es, ggf. den Zeitpunkt des Wiederanstieges zu beurteilen
kürzer als 3 Monate = sicher systemisch und damit ist eine Bestrahlung NICHT sinnvoll
oder länger als 12 Monate - hohe Wahrscheinlichkeit für ein Lokalrezidiv = Bestrahlung kann erwogen werden.

Bis dahin sollte aber auf keinen Fall eine Hormontherapie durchgeführt werden, denn dann sind die PSA-Werte nicht zu beurteilen

zuletzt aktualisiert im März 2011/Juni 2011



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