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Vitaminpillen

23.11.2004

Viel hilft nicht viel

Viel hilft nicht viel
Vitamine in Pillenform, warnen Mediziner, können Krankheiten nicht verhindern und in hoher Dosis sogar schädlich sein!

In ihrem jüngsten Bericht stellten Mediziner der amerikanischen “National Academy of Sciences” fest, bislang gebe es keine ausreichenden Beweise dafür, dass hochdosierte Vitamine und Spurenelemente in Pillenform tatsächlich Krankheiten verhindern könnten. Im Gegenteil: Hohe Dosen bestimmter Vitamine - darunter Verkaufsschlager wie Vitamin C und E - können sogar schädlich sein. Erstmals legten die US-Experten deshalb bei ihren Dosierungsempfehlungen auch Obergrenzen für diese Substanzen fest.
Der Bericht, für den fast sämtliche medizinischen Studien der letzten zwei Jahre über die Wirkung von Vitaminen ausgewertet wurden, könnte dem Geschäft mit diesen Stoffen einen Dämpfer verpassen. ...

Der aktuelle Bericht bestätigt, was Ernährungsexperten seit langem behaupten: Regelmäßig Obst und Gemüse zu essen ist immer noch der beste Schutz gegen Krebs und Herzinfarkt. Das haben zahlreiche epidemiologische Studien in eindrucksvoller Weise gezeigt. ...
Erst das fein austarierte Zusammenwirken der verschiedenen Vitamine und anderer Inhaltsstoffe führt zur positiven Wirkung einer ausgewogenen Ernährung.
“Allein in Pflanzen gibt es weit über 10.000 verschiedene Substanzen, die den menschlichen Körper beeinflussen”, so Gerhard Jahreis, Ernährungswissenschafter der Universität Jena. “Von denen kennen wir gerade mal 4.000, und wie die alle zusammen in der Nahrung wirken, haben wir überhaupt noch nicht im Detail verstanden”.
Die Mediziner der National Academy of Science (wie auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung - DGE) empfehlen deshalb nun, statt Pillen lieber mindestens 5 mal am Tag frisches und reifes Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Auf diese Weise lassen sich gefährliche Überdosierungen vermeiden.

Es gibt jedoch Nahrungsergänzungsprodukte, die keine künstlichen (synthetischen) sondern nur natürliche Vitamine und die so wichtigen sekundären Pflanzenstoffe enthalten. Diese Stoffe sind u.a. verantwortlich für die antioxidative, antimikrobielle und antikanzerogene (gegen Krebs) Wirkung von rohem Obst und Gemüse.

 


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