Wolfhard Frost · Bessemerweg 13 · 33611 Bielefeld
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PSA Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bielefeld

Estracyt

20.12.2011

Estracyt in höherer Dosierung als Monotherapie ist so gut wie eben eine Chemotherapie bei Prostatakrebs wirken kann: sehr schlecht oder überhaupt nicht. Harte Cytostatika stürzen sich auf schnell wachsende Zellen und töten sie ab. Wir haben aber einen sehr langsam wachsenden Krebs.

Harte Chemotherapeutika in hoher Dosierung taugen nicht als Waffe gegen PK. Es ist unverständlich weshalb Ärzte diese immer noch anwenden. Sie fügen den Patienten Schaden zu, verlängern nicht die Lebenszeit und können auch sonst keinen Erfolg damit erzielen. Als Patient sollte man den Einsatz solcher Therapienprotokolle ablehnen.

Anders sieht es mit einer sppeziellen Chemotherapie mit Taxotere aus. Es gibt in Deutschland mehrere Universitäten und Institute, in denen Studien mit Taxotere durchgeführt werden. International haben sich nach derzeitigem Wissen im wesentlichen zwei Therapieprotokolle als effektiv herausgestellt:

1. Die gering dosierte Chemotherapie mit Taxotere, Estracyt, Carboplatin und Dexametasone. Drei Wochen hintereinander jeweils einmal pro Woche verabreicht in der geringen Dosis, dann eine Woche Pause, dann jeweils wieder den Monatszyklus wiederholt über 3, 4 oder 5 Monate. Weitere Zusammenhänge und Details bitte dem Vortrag von Dr. Leibowitz zu entnehmen, der in der BPS Website unter "Therapie" nachzulesen ist.

2. Das Thomasz Beer Protokoll mit hochdosiertem Calcitriol und Taxotere. Auch das ist in dem vorgenannten Vortrag angesprochen.

Diese Angaben sind natürlich nur Anhaltspunkte und kein Vorschlag oder gar Ersatz für eine individuell zugeschnittene Therapie.

Ärzte, die eine oder auch beide Therapieprotokoll-Varianten schon mal bei Patienten durchführen, gibt es in Deutschland, obwohl sie immer noch das Risiko eingehen, sich mit Gerichten wegen der Bezahlung von Taxotere herumschlagen zu müssen. Eigentlich sind wir aber schon einen guten Schritt weiter. Manche Ärzte tun viel für ihre Patienten, die ohne Taxotere sehr bald ihrem Lebensende entgegen sehen müssen. Das gilt für Urologen und Onkologen.

(Beitrag von Dipl.-Ing. Christian Ligensa als Antwort auf eine konkrete Anfrage zu Thema Taxotere)

siehe auch Östrogenpräparate

aktualisiert im DEz. 2011



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